Teurer Trend: KI-Entwicklung wird das Mooresche Gesetz retten

Die Chipentwicklung wird durch den KI-Boom so stark unterstützt, dass das schon mehrfach quasi totgesagte Mooresche Gesetz noch längere Zeit Bestand haben wird. Davon ist zumindest einer der renommiertesten Kenner der IT-Branche überzeugt.
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Die Entwicklung und das Training von KI-Modellen ist teuer. So hat das neue GPT-4 wohl um die 100 Millionen Dollar gekostet. Diese hat hauptsächlich Microsoft in Form von Ressourcen in seinen Datenzentren bereitgestellt, in denen zehntausende Grafikchips über Monate an der Auswertung von Trainingsdaten arbeiteten. GPT-5 wird dann wohl noch einmal wesentlich teurer werden, hier rechnet man bereits mit Kosten im Milliardenbereich.

Dies ist ein Ansatz, aus dem heraus die KI-Entwicklung einen neuen Schub für die Chipdesigner geben wird. Denn auch die Entwicklung neuer Prozessoren, die dem Mooreschen Gesetz folgen, verschlingt immer mehr Geld. Da braucht es entsprechend Nutzer, denen die höhere Leistung genügend Vorteile bringt, um die deutlich teureren Kaufpreise zu stemmen. Das ist bei der KI-Entwicklung durchaus gegeben, wie Robert X. Cringely - hinter dem sich der Branchenexperte Mark Stephens verbirgt - ausführte.


Ganz nebenbei kommt dieser Effekt für Konzerne wie Microsoft und Google wie gerufen, um sich Konkurrenz vom Leib zu halten. Denn die hohen Ausgaben für bessere Prozessoren und die KI-Entwicklung im Allgemeinen kann ein Startup im Grunde nicht stemmen. Die finanzkräftigen Großunternehmen können so also eine Handelsbarriere aufbauen, ohne gegen das Kartellrecht zu verstoßen.

KI durchschaut die Chipdesigns

Die zweite Seite der Geschichte ist aber natürlich auch der Beitrag, den KI-Systeme für die Chipentwicklung an sich leisten können. Die Architekturen sind schon lange sehr komplex, folgen aber trotzdem einfachen logischen Mustern. Für die KI-Algorithmen sind sie daher im Grunde ideal zu durchschauen. Cringely ist daher überzeugt, dass man bald schon einen deutlichen Aufschwung beim Einsatz von KIs bei der Entwicklung von Chipdesigns erleben wird.

Aus seiner Sicht werden hierbei vor allem aus China deutliche Impulse kommen. Denn das Land wird über Embargo-Maßnahmen von den fortschrittlichsten Technologien aus dem Westen ferngehalten und der Aufbau eigener Fähigkeiten, im obersten Bereich mitzuspielen, ist nicht einfach. Allerdings ist es für den chinesischen Staat recht einfach, viel Geld in KI-Hardware zu stecken, die dann Algorithmen hervorbringt, mit denen man selbst große Sprünge im Chipdesign hinbekommen kann.

Zusammenfassung
  • KI-Boom unterstützt Chipentwicklung.
  • KI-Entwicklung kostspielig, Kosten im Milliardenbereich für GPT-5.
  • KI-Entwicklung bringt neuen Schub für Chipdesigner.
  • KI-Systeme ideal für komplexe Chiparchitekturen.
  • Microsoft und Google bauen durch Kosten Handelsbarriere auf.
  • KI-Algorithmen tragen zur Entwicklung neuer Chips bei.

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