China: Realnamenpflicht bei Dateiversand per Bluetooth & AirDrop
Die chinesische Zensur greift jetzt auch Smartphone-Funktionen an, die das einfache Weitergeben von Daten über Funkverbindungen auf kurzer Strecke ermöglichen. Wer Bluetooth oder Apple AirDrop nutzen will, soll sich mit Namen registrieren.
Wie unter anderem die BBC berichtet, will die Cyberspace Administration of China (CAC) in Kürze neue Vorgaben für den Umgang mit Bluetooth, AirDrop und anderen Funktionen zum drahtlosen Datenaustausch zwischen mobilen Endgeräten über kurze Distanzen einführen. Kern des Ganzen ist, dass sich die Nutzer mit ihrem echten Namen registrieren müssen, bevor sie Bluetooth & Co zum Versenden von Dateien verwenden können.
Hintergrund des Vorgehens der Behörden gegen den simplen Dateiversand mittels Bluetooth oder AirDrop und ähnlichen Diensten ist natürlich das Bedürfnis der chinesischen Zensurmaschinerie, auch im kleinen Maßstab die Weitergabe von "unerwünschten Inhalten" zu unterbinden.
Man müsse die Verbreitung solcher Inhalte "vermeiden und unterbinden", was auch für die Produktion und das Kopieren gelte, hieß es dazu von der CAC. Noch ist die Umsetzung dieser neuen Zensurmaßnahmen nicht beschlossene Sache, sondern es beginnt zunächst eine einmonatige "Beratungsphase". Normalerweise erfolgt danach aber durchaus die Umsetzung der "Vorschläge" der CAC.
Regierungskritiker hatten Bluetooth und AirDrop in den letzten Jahren in China immer wieder verwendet, um Bilder und andere Inhalte auf Geräte von Menschen in ihrer Umgebung zu übertragen. Apple hatte nach Bekanntwerden dieser Aktivitäten begonnen, die Nutzungsmöglichkeiten von AirDrop in China zu beschneiden, sodass nun unter anderem Zeitbegrenzungen gelten - offiziell wurde aber nie bestätigt, dass der Eingriff in Verbindung mit den Berichten über die Verbreitung von Protestinhalten über AirDrop steht.
Siehe auch:
Regierungskritiker nutzten Bluetooth & AirDrop
Außerdem ist in den neuen CAC-Vorgaben vorgesehen, dass Funktionen wie Bluetooth und AirDrop nicht ab Werk für die Weitergabe von Daten verwendet werden können. Stattdessen sollen die Nutzer der Geräte dies erst aktivieren müssen. Ferner soll es eine Blockliste geben, mit der bestimmte Kontakte eines Nutzers davon abgehalten werden sollen, Dateien übertragen zu können.Hintergrund des Vorgehens der Behörden gegen den simplen Dateiversand mittels Bluetooth oder AirDrop und ähnlichen Diensten ist natürlich das Bedürfnis der chinesischen Zensurmaschinerie, auch im kleinen Maßstab die Weitergabe von "unerwünschten Inhalten" zu unterbinden.
Man müsse die Verbreitung solcher Inhalte "vermeiden und unterbinden", was auch für die Produktion und das Kopieren gelte, hieß es dazu von der CAC. Noch ist die Umsetzung dieser neuen Zensurmaßnahmen nicht beschlossene Sache, sondern es beginnt zunächst eine einmonatige "Beratungsphase". Normalerweise erfolgt danach aber durchaus die Umsetzung der "Vorschläge" der CAC.
Regierungskritiker hatten Bluetooth und AirDrop in den letzten Jahren in China immer wieder verwendet, um Bilder und andere Inhalte auf Geräte von Menschen in ihrer Umgebung zu übertragen. Apple hatte nach Bekanntwerden dieser Aktivitäten begonnen, die Nutzungsmöglichkeiten von AirDrop in China zu beschneiden, sodass nun unter anderem Zeitbegrenzungen gelten - offiziell wurde aber nie bestätigt, dass der Eingriff in Verbindung mit den Berichten über die Verbreitung von Protestinhalten über AirDrop steht.
Zusammenfassung
- Chinesische Zensur greift nach Bluetooth & Co.
- Nutzer müssen sich mit echtem Namen registrieren
- Funktionen müssen aktiviert werden, Blockliste möglich
- Ziel: Verbreitung "unerwünschter Inhalte" unterbinden
- Regierungskritiker verwendeten Bluetooth & AirDrop
- Apple hat Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt
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