Deutsche Telekom: Masten-Deal bringt viel Geld - Wachstum stagniert
Die Deutsche Telekom hat zum Jahresbeginn zwar einen enormen Gewinn verbucht, der aber hauptsächlich auf den Verkauf der Mobilfunk-Türme zurückzuführen ist. Nimmt man diese Sondereinnahme heraus, schrumpfte der Überschuss deutlich.
Bei der Präsentation der jüngsten Bilanzen stand unterm Strich ein Nettogewinn von 15,4 Milliarden Euro. Ohne den Masten-Deal hätte die Telekom einen Gewinn von fast 2 Milliarden Euro verbucht, was 12 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres gewesen wäre. "Nun wird in unseren Zahlen sichtbar, wie die Funkturm-Transaktion für die Deutsche Telekom Wert geschaffen hat", erklärte Konzernchef Tim Höttges.
Das Problem ist dabei, dass sich ein solches Geschäft nicht wiederholen und aufgrund der zukünftig anfallenden Mietkosten für die Masten zusätzliche Ausgaben anfallen lässt. Daher muss die Telekom das zusätzlich zur Verfügung stehende Geld möglichst investieren - und das in Bereiche, die zusätzliches Wachstum versprechen.
Deutlich stärker ist dabei das Geschäft in den USA. Hier gewinnt die Tochter T-Mobile weiterhin viele neue Vertragskunden und auch in anderen Geschäftsbereichen zieht man ordentlich nach oben. Das sorgte im Wesentlichen dafür, dass der Auslandsanteil am Konzernumsatz des einstigen Staatsunternehmens auf nun 77,4 Prozent gestiegen ist und wohl auch in Zukunft noch weiter zulegen wird.
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Das Problem ist dabei, dass sich ein solches Geschäft nicht wiederholen und aufgrund der zukünftig anfallenden Mietkosten für die Masten zusätzliche Ausgaben anfallen lässt. Daher muss die Telekom das zusätzlich zur Verfügung stehende Geld möglichst investieren - und das in Bereiche, die zusätzliches Wachstum versprechen.
Auslandsanteil steigt weiter
Wie nötig das ist, zeigt ein Blick auf die stagnierende Umsatzentwicklung des Unternehmens. Die Einnahmen lagen im ersten Jahresviertel bei 27,8 Milliarden Euro und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres. In Deutschland scheint es dabei besonders wenig Potenzial für weitere Umsatzsteigerungen zu geben. Zwar vermeldete man beispielsweise ein Wachstum im Mobilfunk um 274.000 neue Kunden, die Zahl relativiert sich aber schnell, wenn man die 370.000 Neukunden des Konkurrenten Telefonica/O2 dagegensetzt.Deutlich stärker ist dabei das Geschäft in den USA. Hier gewinnt die Tochter T-Mobile weiterhin viele neue Vertragskunden und auch in anderen Geschäftsbereichen zieht man ordentlich nach oben. Das sorgte im Wesentlichen dafür, dass der Auslandsanteil am Konzernumsatz des einstigen Staatsunternehmens auf nun 77,4 Prozent gestiegen ist und wohl auch in Zukunft noch weiter zulegen wird.
Zusammenfassung
- Deutsche Telekom verbucht 15,4 Mrd. € Gewinn, ohne Masten-Deal nur 2 Mrd.
- Sondereinnahme kann nicht wiederholt werden
- Umsatzentwicklung stagniert, wenig Potenzial für Steigerungen
- USA erwirtschaftet starke Umsätze, Auslandsanteil steigt auf 77,4 %
- Konzernchef Höttges: "Funkturm-Transaktion hat Wert geschaffen"
- Telefonica/O2 gewinnt 370.000 Neukunden, Telekom nur 274.000
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