Amazon schließt erstmals komplettes Logistikzentrum bei Berlin
Die Entwicklung im Gesamtkonzern geht auch an der deutschen Landesniederlassung Amazons nicht vorbei. Das Unternehmen wird ein großes Logistikzentrum in der Hauptstadtregion schließen, berichtet das Recherchekollektiv Correctiv.
Betroffen ist das Logistikzentrum in Brieselang im Nordwesten Berlins. Über die bevorstehende Schließung hatten mehrere Mitarbeiter die Redaktion informiert. Inzwischen hat auch das Unternehmen selbst bestätigt, dass es erstmals überhaupt einen Standort in der Region komplett dichtmachen wird.
"Nach einer entsprechenden Überprüfung planen wir die Schließung des Logistikzentrums in Brieselang und haben mit dem örtlichen Betriebsrat Gespräche und Verhandlungen dazu aufgenommen", teilte ein Unternehmenssprecher gegenüber Correctiv mit. Den betroffenen Beschäftigten möchte man einen Wechsel an andere Standorte anbieten. Um wie viele es geht, ist nicht genauer ausgeführt worden.
Die Schließung dürfte Bestandteil eines konzernweiten Kürzungsprogramms sein. Weltweit will Amazon in der größten Streichungswelle seit der Gründung rund 18.000 Arbeitsplätze streichen. Dies betrifft alle möglichen Geschäftsbereiche des Unternehmens. Für Aufsehen sorgte dabei die Aussicht auf Kürzungen in der Sparte, die den Sprachassistenten Alexa entwickelt - dieser ist zwar weltbekannt, bringt aber kaum Einnahmen.
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"Nach einer entsprechenden Überprüfung planen wir die Schließung des Logistikzentrums in Brieselang und haben mit dem örtlichen Betriebsrat Gespräche und Verhandlungen dazu aufgenommen", teilte ein Unternehmenssprecher gegenüber Correctiv mit. Den betroffenen Beschäftigten möchte man einen Wechsel an andere Standorte anbieten. Um wie viele es geht, ist nicht genauer ausgeführt worden.
Weltweit wird gekürzt
Allerdings sind viele Beschäftigte in einer solchen Niederlassung eher in einem Beschäftigungsverhältnis unterwegs, für das sich ein Umzug kaum lohnen dürfte. In Betracht käme hier eher ein längerer Arbeitsweg zu einem der Logistikzentren Amazons, die jeweils auf der anderen Seite der Stadt angesiedelt sind. Brieselang gehört zu den älteren Standorten Amazons und diente auch als Knotenpunkt für die Pakete, die dann in Berlin und Umgebung ausgeliefert wurden. Dauerhaft waren hier ungefähr 600 Personen tätig, hinzu kamen Saisonkräfte.Die Schließung dürfte Bestandteil eines konzernweiten Kürzungsprogramms sein. Weltweit will Amazon in der größten Streichungswelle seit der Gründung rund 18.000 Arbeitsplätze streichen. Dies betrifft alle möglichen Geschäftsbereiche des Unternehmens. Für Aufsehen sorgte dabei die Aussicht auf Kürzungen in der Sparte, die den Sprachassistenten Alexa entwickelt - dieser ist zwar weltbekannt, bringt aber kaum Einnahmen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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