Nach Jailbreaks: John Deere erlaubt Selbstreparatur seiner Traktoren
Im Vorjahr gab es viel Aufregung, denn es tauchte ein Jailbreak für Traktoren des US-Herstellers John Deere auf. Eine Software-Modifikation für landwirtschaftliche Geräte klang zunächst nach einer Kuriosität, hatte aber einen ernsten Hintergrund. Nun reagiert der Hersteller selbst.
Landwirtschaftsmaschinen von John Deere sind auf der ganzen Welt im Einsatz und das US-Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Illinois macht auch Umsätze in zweistelliger Milliardenhöhe. Das ist kein Zufall, denn das Geschäftsmodell von John Deere war bisher auch ziemlich gnadenlos, wenn es um das Thema Reparaturen geht.
Denn diese sind alles andere als günstig und dürfen auch nur von lizenzierten Werkstätten vorgenommen werden. Hinzu kommt, dass der Hersteller von der Ferne aus Maschinen deaktivieren kann (das hat aber zumindest im Ukraine-Krieg sein Gutes). John Deere muss sich jedenfalls schon lange den Vorwurf anhören lassen, dass das eine ausbeuterische Praktik ist. Die meisten Besitzer würden nämlich selbst gerne zum Werkzeug oder zu sonstigen günstigeren Alternativen greifen.
Die aktuelle Vereinbarung sieht vor, dass John Deere seine Software, Werkzeuge sowie die Dokumentation sowohl Landwirten als auch unabhängigen Werkstätten zur Verfügung stellt. Freilich hat das Ganze viele Fußnoten und Einschränkungen, so dürfen u. a. keine Sicherheitsfunktionen ausgehebelt und keine Modifikationen vorgenommen werden.
Es gibt allerdings auch Kritik an der Lösung von John Deere. Denn die aktuelle Vereinbarung kommt einer US-Gesetzgebung zu einem Recht auf Reparatur zuvor, letzteres könnte aber deutlich weitergehen, als es der Hersteller plant. Motto von Deere: Besser ein bisschen Recht auf Reparatur, aber zu den eigenen Bedingungen.
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Denn diese sind alles andere als günstig und dürfen auch nur von lizenzierten Werkstätten vorgenommen werden. Hinzu kommt, dass der Hersteller von der Ferne aus Maschinen deaktivieren kann (das hat aber zumindest im Ukraine-Krieg sein Gutes). John Deere muss sich jedenfalls schon lange den Vorwurf anhören lassen, dass das eine ausbeuterische Praktik ist. Die meisten Besitzer würden nämlich selbst gerne zum Werkzeug oder zu sonstigen günstigeren Alternativen greifen.
Gegen Hacks und Jailbreaks
Landwirte haben deshalb begonnen, ihre Traktoren zu hacken, im vergangenen Sommer sorgte der zuvor erwähnte Jailbreak für Aufsehen. Nun hat John Deere aber ein Einsehen, zumindest in Ansätzen. Denn laut einem Bericht des Wall Street Journals unterzeichnete Deere eine Absichtserklärung mit der landwirtschaftlichen Lobbygruppe American Farm Bureau Federation (AFBF), wonach Landwirte künftig ihre Maschinen unter anderem in andere Werkstätten bringen können, um sie zu reparieren.Die aktuelle Vereinbarung sieht vor, dass John Deere seine Software, Werkzeuge sowie die Dokumentation sowohl Landwirten als auch unabhängigen Werkstätten zur Verfügung stellt. Freilich hat das Ganze viele Fußnoten und Einschränkungen, so dürfen u. a. keine Sicherheitsfunktionen ausgehebelt und keine Modifikationen vorgenommen werden.
Es gibt allerdings auch Kritik an der Lösung von John Deere. Denn die aktuelle Vereinbarung kommt einer US-Gesetzgebung zu einem Recht auf Reparatur zuvor, letzteres könnte aber deutlich weitergehen, als es der Hersteller plant. Motto von Deere: Besser ein bisschen Recht auf Reparatur, aber zu den eigenen Bedingungen.
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