Ganz aus geht nicht: iPhones sind auch abgeschaltet angreifbar
Aktuelle iPhones lassen sich im Grunde gar nicht mehr komplett ausschalten. Das ermöglicht es auch Malware, vermeintlich abgeschaltete Geräte zu infizieren und für ihre jeweiligen Zwecke zu missbrauchen, ohne dass es auffallen würde.
Informatiker der Universität Darmstadt haben sich mit den Sicherheits-Aspekten rund um die Eigenheiten der jüngeren Smartphone-Designs beschäftigt. Hier zeigte sich, dass die Geräte auch dann diverse Funktionen bereitstellen, wenn sie vermeintlich ausgeschaltet sind. Und dies meint nicht den üblichen Ruhezustand, in dem man das Smartphone in die Tasche steckt, sondern das tiefe Herunterfahren.
Selbst in diesem Zustand werden einige Chips noch immer mit einer minimalen Menge Strom versorgt. Das sorgt dann dafür, dass die Finden-Funktion verlorene Geräte wieder zugänglich macht oder das iPhone weiterhin in der Lage ist, Autotüren zu entriegeln. Damit das möglich ist, werden beispielsweise die Bluetooth- und NFC-Chips mit einer geringen Menge an Strom versorgt - und das auch dann, wenn das Energiemanagment das iPhone aufgrund eines niedrigen Akkustandes abgeschaltet hat. Bis zu 24 Stunden bleibt der so genannte Low-Power-Mode (LPM) dann noch aktiv.
"Die aktuelle LPM-Implementierung auf Apple iPhones ist undurchsichtig und bringt neue Risiken mit sich", heißt es in einem aktuellen Paper der Darmstädter Forscher. "Da die LPM-Unterstützung auf der Hardware des iPhones basiert, kann sie nicht mit System-Updates entfernt werden. Daher hat sie einen lang anhaltenden Effekt auf das gesamte iOS-Sicherheitsmodell. Soweit wir wissen, sind wir die ersten, die undokumentierte LPM-Funktionen, die mit iOS 15 eingeführt wurden, untersucht und verschiedene Probleme aufgedeckt haben."
Ein direktes größeres Problem ergibt sich daraus allerdings kaum, da die meisten bekannten Angriffe durch weitergehende Security-Funktionen des iPhones gestoppt werden. Ausgeklügelte Malware wie Pegasus, die mit hohem finanziellen Einsatz und mit staatlicher Unterstützung konzipiert wird, kann hier aber durchaus erfolgreich sein. Siehe auch:
Selbst in diesem Zustand werden einige Chips noch immer mit einer minimalen Menge Strom versorgt. Das sorgt dann dafür, dass die Finden-Funktion verlorene Geräte wieder zugänglich macht oder das iPhone weiterhin in der Lage ist, Autotüren zu entriegeln. Damit das möglich ist, werden beispielsweise die Bluetooth- und NFC-Chips mit einer geringen Menge an Strom versorgt - und das auch dann, wenn das Energiemanagment das iPhone aufgrund eines niedrigen Akkustandes abgeschaltet hat. Bis zu 24 Stunden bleibt der so genannte Low-Power-Mode (LPM) dann noch aktiv.
iPhone: Ausgeschaltete Geräte sind weiterhin aktiv
"Die aktuelle LPM-Implementierung auf Apple iPhones ist undurchsichtig und bringt neue Risiken mit sich", heißt es in einem aktuellen Paper der Darmstädter Forscher. "Da die LPM-Unterstützung auf der Hardware des iPhones basiert, kann sie nicht mit System-Updates entfernt werden. Daher hat sie einen lang anhaltenden Effekt auf das gesamte iOS-Sicherheitsmodell. Soweit wir wissen, sind wir die ersten, die undokumentierte LPM-Funktionen, die mit iOS 15 eingeführt wurden, untersucht und verschiedene Probleme aufgedeckt haben."
Hauptsache es funktioniert
Das Kernproblem ist auch schon aus zahlreichen anderen Bereichen bekannt: "Das Design der LPM-Funktionen scheint hauptsächlich von der Funktionalität getrieben zu sein, keine Bedrohungen außerhalb der vorgesehenen Anwendungen zu berücksichtigen." Über den Software-Stack des Bluetooth-Moduls lassen sich so beispielsweise Attacken durchführen.Ein direktes größeres Problem ergibt sich daraus allerdings kaum, da die meisten bekannten Angriffe durch weitergehende Security-Funktionen des iPhones gestoppt werden. Ausgeklügelte Malware wie Pegasus, die mit hohem finanziellen Einsatz und mit staatlicher Unterstützung konzipiert wird, kann hier aber durchaus erfolgreich sein. Siehe auch:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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