Weltkarte der Abwasser-Verschmutzung:
Hotspots der Kontamination
Mit einer neuen Abwasser-Weltkarte liefern Wissenschaftler jetzt einen hochauflösenden Blick auf die Verschmutzung von Gewässern durch Stickstoff und Keime. Dabei zeigt sich: Rund um die Erde gibt es klare Hotspots, die für einen Großteil der Belastung verantwortlich sind.
Weltkarte der Stickstoff-Belastungen (Cascade Tuholske)
Dabei zeigt sich schnell ein Problem, auf das unter anderem auch schon Microsoft-Gründer Bill Gates vor Jahren spektakulär aufmerksam gemacht hatte: Viele Menschen leben immer noch ohne zuverlässige Abwasser-Infrastruktur: "Mehr als 60 Prozent der Weltbevölkerung hat keine Abwasserkanalisation und nutzt offene Gruben, Latrinen oder septische Tanks", zitiert Scinexx die Forschergruppe. Doch auch mit Kläranlagen bleibt ein großes Problem: erhöhte Stickstoffkonzentrationen sowie bestimmte Keime werden auch hier häufig nicht zuverlässig aus dem Wasser gefiltert.
"Die Einträge von Bakterien und Stickstoff durch unser Abwasser sind damit ein Problem für Küstenökosysteme, die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft auf dem gesamten Planeten", so das Fazit des Forschungsteams. Ein Blick auf die frei verfügbaren Web-Version der weltweiten Abwasserkarte zeigt dabei schnell, dass sich ein Großteil der Verschmutzung auf wenige Ballungsräume zurückführen lässt.
Der Einfluss der Abwässer auf die Weltmeere in ganz neuem Detail
Welchen Einfluss hat menschliches Abwasser auf die Weltmeere? Auf diese Frage wollen Forscher mit einer neuen Weltkarte Antwort geben, die die Kontamination und weitreichenden Folgen in bisher unerreichtem Detailgrad aufzeigt. Wie Scinexx in seinem Bericht schreibt, hatte das Team um die Forscherin Cascade Tuholske von der University of California in Santa Barbara, für ihre Studie Daten zu "Bevölkerungsdichte, der Ernährung, Besiedlungsstruktur und zum Zustand der Abwasserreinigungssysteme" erfasst und diese für weltweit knapp 135.000 Einzugsgebiete ausgewertet.
Weltkarte der Stickstoff-Belastungen (Cascade Tuholske)
Dabei zeigt sich schnell ein Problem, auf das unter anderem auch schon Microsoft-Gründer Bill Gates vor Jahren spektakulär aufmerksam gemacht hatte: Viele Menschen leben immer noch ohne zuverlässige Abwasser-Infrastruktur: "Mehr als 60 Prozent der Weltbevölkerung hat keine Abwasserkanalisation und nutzt offene Gruben, Latrinen oder septische Tanks", zitiert Scinexx die Forschergruppe. Doch auch mit Kläranlagen bleibt ein großes Problem: erhöhte Stickstoffkonzentrationen sowie bestimmte Keime werden auch hier häufig nicht zuverlässig aus dem Wasser gefiltert.
"Die Einträge von Bakterien und Stickstoff durch unser Abwasser sind damit ein Problem für Küstenökosysteme, die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft auf dem gesamten Planeten", so das Fazit des Forschungsteams. Ein Blick auf die frei verfügbaren Web-Version der weltweiten Abwasserkarte zeigt dabei schnell, dass sich ein Großteil der Verschmutzung auf wenige Ballungsräume zurückführen lässt.
Ein Fluss, 11 Prozent des Stickstoffs
Negativ-Spitzeneiter im globalen Abwasser-Ranking: Der Jangtse, größter Fluss Chinas, ist nach Berechnung der Forscher alleine für die Einschwemmung von elf Prozent des Abwasser-Stickstoffs im Meer verantwortlich. Global gesehen sind es demnach gerade einmal 25 Einzugsgebiete, die fast die Hälfte des Stickstoffeintrags verursachen. Die Hotspots liegen hier neben China vor allem in USA, Brasilien und Mexiko.
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