Vor 40 Jahren vorhergesagt:
Neue Art der Supernova wurde entdeckt
Bisher hat die Menschheit zwei Arten von Sternenexplosionen beobachtet, doch jetzt konnte man die Signale eines dritten Supernova-Typen einfangen. Die "Elektroneneinfang-Supernova" wurde vor über 40 Jahren theoretisch vorhergesagt und verspricht spannende Erkenntnisse.
Doch wie Scinexx in einem aktuellen Bericht schreibt, hatte vor 40 Jahren der Astrophysiker Kenichi Nomoto vorausgesagt, dass es eine weitere Supernova-Art geben könnte, die genau in die Masse-Lücke zwischen den beiden bekannten Typen passt - die Elektroneneinfang-Supernova. Diese setzen einen speziellen Typ eines Roten Riesen voraus, dessen Kern zu großen Teilen auf Sauerstoff, Neon und Magnesium aufgebaut ist. Wird die Kernfusion durch den Mangel an weiterem Material gestoppt, steigen die inneren Drücke enorm. Nomotos Theorie: Dieser Druck sollte ausreichen, um Elektronen in die Atomkerne zu drücken. Die unweigerliche Folge: der "Elektroeinfang" lässt den Kern so instabil werden, dass der Stern in einer Supernova explodiert.
Rund drei Jahre intensiver Beobachtung und Auswertung der Daten später kann ein Team um Daichi Hiramatsu vom Las Cumbres Observatory in Kalifornien die Bestätigung liefern: "Die Eigenschaften von SN 2018zd können durch eine Elektroneinfang-Supernova erklärt werden", so Hiramatsu. "Ich freue mich sehr, dass die Elektroneneinfang-Supernova endlich entdeckt worden ist", zitiert Scinexx den Begründer der Theorie, Kenichi Nomoto. "Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich Theorie und Beobachtungen ergänzen."
Die Menschheit ist um die Beobachtung einer neuen Supernova reicher
Supernovae sind faszinierende kosmische Ereignisse, markieren sie doch mit einer der gewaltigsten Explosionen des Universums das Ende eines Sterns. Bisher konnten zwei Typen dieses Himmelsschauspiels beobachtet werden: Sogenannte Kernkollaps-Supernovae entstehen aus schweren Sternen mit mehr als zehn Sonnenmassen. Eine Typ Ia-Supernova ereignet sich dagegen in Doppelsternsystemen mit einem Weißen Zwerg mit bis zu acht Sonnenmassen. Hier gilt das Prinzip: Der kleinere Begleiter saugt so lange Material vom Stern-Partner ab, bis er die kritische Explosionsmasse erreicht hat.Doch wie Scinexx in einem aktuellen Bericht schreibt, hatte vor 40 Jahren der Astrophysiker Kenichi Nomoto vorausgesagt, dass es eine weitere Supernova-Art geben könnte, die genau in die Masse-Lücke zwischen den beiden bekannten Typen passt - die Elektroneneinfang-Supernova. Diese setzen einen speziellen Typ eines Roten Riesen voraus, dessen Kern zu großen Teilen auf Sauerstoff, Neon und Magnesium aufgebaut ist. Wird die Kernfusion durch den Mangel an weiterem Material gestoppt, steigen die inneren Drücke enorm. Nomotos Theorie: Dieser Druck sollte ausreichen, um Elektronen in die Atomkerne zu drücken. Die unweigerliche Folge: der "Elektroeinfang" lässt den Kern so instabil werden, dass der Stern in einer Supernova explodiert.
Die Jagd hat ein Ende
Der Weg von der Theorie bis zur Entdeckung sollte dabei vier Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Den Anfang der erfolgreichen Jagd auf das vorausgesagte Objekt markierte dabei die Beobachtung eines Teleskops im März 2018. Damals hatte die Supernova 2018zd, platziert am Rande einer Galaxie in 31 Millionen Lichtjahre Entfernung, durch einige Auffälligkeiten die Aufmerksamkeit der Wissenschaftsgemeinde auf sich gezogen.Rund drei Jahre intensiver Beobachtung und Auswertung der Daten später kann ein Team um Daichi Hiramatsu vom Las Cumbres Observatory in Kalifornien die Bestätigung liefern: "Die Eigenschaften von SN 2018zd können durch eine Elektroneinfang-Supernova erklärt werden", so Hiramatsu. "Ich freue mich sehr, dass die Elektroneneinfang-Supernova endlich entdeckt worden ist", zitiert Scinexx den Begründer der Theorie, Kenichi Nomoto. "Das ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie sich Theorie und Beobachtungen ergänzen."
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