Nachts betrunken auf den Kopf fallen:
Unfallanaylse zu E-Scootern
Welche Verletzungen sind bei Unfällen mit E-Scootern am häufigsten zu beklagen? Eine neue Analyse zieht jetzt den Vergleich zu Fahrradfahrern und kommt zu einem klaren Fazit: elektrische Tretroller werden öfter betrunken genutzt, bei Stürzen trifft es meist Kopf und Gesicht.
E-Scooter: Destatis zählt 1570 Unfälle mit Personenschaden von Januar bis September 2020
Für die retrospektive Studie wurden dafür von Juni 2019 bis Juni 2020 alle Unfälle mit E-Scootern und Fahrrädern mit einer Vielzahl an Faktoren erfasst. Die Studien-Macher interessierten sich nach eigenen Angaben für "Demografie, Unfallmechanismus, Diagnostik, Verletzungsmuster, Notfallversorgung sowie Operationen und stationäre Aufenthalte".
Auch bei den Verletzungen ergibt sich ein recht klares Bild. Bei 54% der Unfälle mit E-Scootern erlitten die Fahrer ein Kopf- oder Gesichtstrauma, 14% davon wurden wiederum als schwere Verletzungen eingestuft. "Frakturen der oberen Extremität kamen mit 18 % häufiger vor als Frakturen der unteren Extremität mit 6 %", so das Ergebnis. Allerdings: Fahrradfahrer werden bei der Einlieferung in die Notaufnahme im Vergleich häufiger (7%) als sofort behandlungsbedürftig eingestuft als E-Scooter-Fahrer (1%).
Und so schließen die Studien-Macher mit einem Satz, der so schon sehr viel länger im Straßenverkehr seine Gültigkeit hat: egal ob Fahrrad oder E-Scooter, "Alkoholverzicht und das Tragen eines Helms sollten aus ärztlicher Sicht nachdrücklich empfohlen werden".
Ein Querschnitt in die Welt der E-Scooter-Unfälle
Wegen der Corona-Pandemie sind Statistiken zur Nutzung der seit 2019 zugelassenen Elektro-Kleinfahrzeugen aktuell nur bedingt aussagekräftig. Wie das Ärzteblatt berichtet, hat das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf jetzt aber mit einer Analyse versucht abzubilden, wie ein "typischer Unfallhergang und Verletzungsmuster von E-Scooter-assoziierten Unfällen in Deutschland" aussehen und wie der Vergleich mit Fahrradfahrern ausfällt.
E-Scooter: Destatis zählt 1570 Unfälle mit Personenschaden von Januar bis September 2020
Für die retrospektive Studie wurden dafür von Juni 2019 bis Juni 2020 alle Unfälle mit E-Scootern und Fahrrädern mit einer Vielzahl an Faktoren erfasst. Die Studien-Macher interessierten sich nach eigenen Angaben für "Demografie, Unfallmechanismus, Diagnostik, Verletzungsmuster, Notfallversorgung sowie Operationen und stationäre Aufenthalte".
Viele fallen auf den Kopf
Das Ergebnis: 89 Unfällen mit E-Scootern stehen 435 Unfälle mit Rädern gegenüber - hier zeigen sich natürlich auch die großen Unterschiede in den Nutzerzahlen. Mit E-Scootern Verunfallte sind um Durchschnitt jünger (33,9 Jahre) als verunfallte Radfahrer (42,5 Jahre). Unfälle mit den elektrisch betrieben Fahrzeugen passieren sehr viel häufiger nachts (37% versus 14%). Eine Statistik, die aufhorchen lässt: Während sich nur 6% der registrierten Radunfälle unter Alkoholeinfluss ereignet hatten, liegt dieser Wert bei den E-Scootern bei 28 Prozent.Auch bei den Verletzungen ergibt sich ein recht klares Bild. Bei 54% der Unfälle mit E-Scootern erlitten die Fahrer ein Kopf- oder Gesichtstrauma, 14% davon wurden wiederum als schwere Verletzungen eingestuft. "Frakturen der oberen Extremität kamen mit 18 % häufiger vor als Frakturen der unteren Extremität mit 6 %", so das Ergebnis. Allerdings: Fahrradfahrer werden bei der Einlieferung in die Notaufnahme im Vergleich häufiger (7%) als sofort behandlungsbedürftig eingestuft als E-Scooter-Fahrer (1%).
Und so schließen die Studien-Macher mit einem Satz, der so schon sehr viel länger im Straßenverkehr seine Gültigkeit hat: egal ob Fahrrad oder E-Scooter, "Alkoholverzicht und das Tragen eines Helms sollten aus ärztlicher Sicht nachdrücklich empfohlen werden".
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