ARM: Smartphone-CPUs verlieren ab 2022 Unterstützung für 32-Bit-Apps

Die meisten mobilen Geräte weltweit nutzen die ARM-Architektur. Jetzt hat die britische Chip-Schmiede einen wichtigen Schritt angekündigt: da­mit die Performance weiter steigt, verabschiedet man sich ab 2022 von der Unterstützung für 32-Bit-Anwendungen.
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ARM
Wie ARM im Rahmen seines DevSummit 2020 verkündete, will man ab 2022 keine High-End-CPUs mehr mit Unterstützung für 32-Bit-Anwendungen anbieten. Damit beginnt auch im Bereich der mobilen Geräte der Wechsel auf 64-Bit-Plattformen, die die alten Architekturen nicht mehr unterstützen.

Konkret will man ab 2022 eine neue CPU-Generation der Cortex-A-Serie anbieten, die den Codenamen "Makalu" trägt und eine Leistungssteigerung gegenüber der in diesem Jahr vorgestellten neuen High-End-Plattformen Cortex-A78 und Cortex-X1 mitbringen soll. Möglich wird dies unter anderem dadurch, dass man auf die Unterstützung für 32-Bit-Instruktionen verzichtet und voll auf 64-Bit setzt.

Wie beim PC soll 64-Bit auch mobile mehr Leistung bringen

ARM begründet den Abschied vom 32-Bit-Support mit den gestiegenen Anforderungen an seine Plattformen. So würden Anwendungen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, Augmented- und Virtual-Reality sowie hochwertige Spiele-Erlebnisse immer stärker in den Mittelpunkt rücken und die durch 64-Bit verbesserte Leistung benötigen.

Gleichzeit verspricht ARM auch, dass Entwickler sich voll und ganz auf die Arbeit an Apps für 64-Bit-Plattformen konzentrieren können, was Aufwand und Kosten senkt. Bis der Wechsel auf reine 64-Bit-CPUs von ARM abgeschlossen ist, wird es aber noch einige Jahre dauern, denn bisher setzt man häufig noch auf Chip-Designs, die stromsparende mit leistungsstarken Kernen verbinden. ARMs heutige Ankündigung beschränkt den reinen 64-Bit-Support jedoch auf die High-End-Cores.

Bis auch die Low-End-Cores zu reinen 64-Bit-Chips werden, könnte es also noch dauern, auch wenn ARM davon spricht, dass man ab 2023 mit der Einführung von mobilen Endgeräten rechnet, die nur noch 64-Bit-Anwendungen unterstützen. Es bleibt abzuwarten, welche Schritte das Unternehmen für die kommenden Jahre plant. Zwischenzeitlich plant man für das kommende Jahr noch einen weiteren Schritt in der Entwicklung von High-End-CPU-Cores auf ARM-Basis in Form einer Architektur namens "Matterhorn", die auch weiterhin mit 32-Bit-Support daherkommt.
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