Örtchen im Orbit: Das neue Klo der ISS kostet 23 Millionen US-Dollar
Wo nie zuvor ein Mensch gewesen ist: Das heißt es bald auch für die Astronauten auf der Internationalen Raumstation. Die dürfen auf einem neuen Klo Platz nehmen, das bei einem Preis von 23 Millionen US-Dollar besseren Komfort und mehr Effizienz bieten soll.
Die Entwickler verweisen dabei stolz auf große Fortschritte, die im Vergleich mit dem Vorgängermodell erzielt werden konnten - für Astronauten soll der Klogang damit deutlich angenehmer ausfallen als bisher: "Die Toilette wurde entworfen, um das Feedback der Astronauten zu Komfort und Benutzerfreundlichkeit zu berücksichtigen. Sie ist außerdem um 65 % kleiner und 40 % leichter gebaut als die derzeitige Raumstationstoilette."
Eine weitere wichtige Verbesserung: Das System kann deutlich mehr Wasser aus den Abfallprodukten zurückgewinnen, genaue Angaben liefert man hier aber nicht. "Wenn es um unseren Urin auf der ISS geht, ist der Kaffee von heute der Kaffee von morgen!", so NASA-Astronautin Jessica Meir. Schon bisher war bekannt, dass ungefähr 90 Prozent aller Flüssigkeiten, einschließlich Urin und Schweiß, auf der ISS wiederaufbereitet werden.
Das UWMS soll dabei neben der ISS auch auf dem geplanten Testflug der Mondmission Artemis zum Einsatz kommen. Dank des "universellen Aufbaus" ist es möglich, das Klo im Fall der nur relativ kurzen Aufenthaltszeit im All auch mit einem reinen Abfall-System zu verbinden, welches keine Rückgewinnung von Flüssigkeit vorsieht. Sollte sich die neue Weltraum-Toilette bewähren, wird sie auch bei längerfristigen Mondmissionen zum Einsatz kommen.
Das neue Klo der ISS ist bequemer und kann mehr aus dem Geschäft machen
Ohne Schwerkraft werden auch alltägliche Dinge zu einer echten Aufgabe - das gilt auch für den Gang zur Toilette. Wie die NASA mitteilt, wird man hier für die Besatzung der ISS bald eine neue Lösung bereitstellen. Am 29. September wird im Rahmen der 14. Versorgungs-Mission von Northrop Grumman auch ein komplett neues "Universal Waste Management System" (UWMS), übersetzt "Universelles Abfallentsorgungssystem", zur Raumstation fliegen, das 23 Millionen US-Dollar kostet. Infografik UWMS: Das neue Weltraum-Klo der NASA
Die Entwickler verweisen dabei stolz auf große Fortschritte, die im Vergleich mit dem Vorgängermodell erzielt werden konnten - für Astronauten soll der Klogang damit deutlich angenehmer ausfallen als bisher: "Die Toilette wurde entworfen, um das Feedback der Astronauten zu Komfort und Benutzerfreundlichkeit zu berücksichtigen. Sie ist außerdem um 65 % kleiner und 40 % leichter gebaut als die derzeitige Raumstationstoilette."
Eine weitere wichtige Verbesserung: Das System kann deutlich mehr Wasser aus den Abfallprodukten zurückgewinnen, genaue Angaben liefert man hier aber nicht. "Wenn es um unseren Urin auf der ISS geht, ist der Kaffee von heute der Kaffee von morgen!", so NASA-Astronautin Jessica Meir. Schon bisher war bekannt, dass ungefähr 90 Prozent aller Flüssigkeiten, einschließlich Urin und Schweiß, auf der ISS wiederaufbereitet werden.
Automatischer Sog, bald auch zum Mond
Beim neuen UWMS wird beim Anheben des Toilettendeckels nun automatisch der Luftstrom gestartet - einer der Vorteile laut NASA: "Geruchskontrolle". Astronauten nutzen Schnallen für Füße und Hände, um während des Klo-Gangs nicht davon zu schweben, Unterdruck sorgt dafür, dass Urin und Fäkalien zuverlässig im Gerät verbleiben, die Besatzung benutzt dabei einen speziell geformten Trichter und Schlauch für den Urin. "Der UWMS-Sitz mag unbequem klein und spitz aussehen, aber in der Mikrogravitation ist er ideal", so die NASA.Das UWMS soll dabei neben der ISS auch auf dem geplanten Testflug der Mondmission Artemis zum Einsatz kommen. Dank des "universellen Aufbaus" ist es möglich, das Klo im Fall der nur relativ kurzen Aufenthaltszeit im All auch mit einem reinen Abfall-System zu verbinden, welches keine Rückgewinnung von Flüssigkeit vorsieht. Sollte sich die neue Weltraum-Toilette bewähren, wird sie auch bei längerfristigen Mondmissionen zum Einsatz kommen.
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