8kun: Das berühmt-berüchtigte Board 8chan ist zurück - mit Problemen

8chan dürfte vielen schon länger ein Begriff sein, spätestens mit den Rechtsterroranschlägen von Christchurch und Halle dürfte das anonym-anarchistische Forum auch vielen Nicht-Netzexperten ein Begriff sein. Das Imageboard ist nun unter neuem Namen zurück.
8Chan, 8kun, Jim Watkins
YouTube/Watkins Xerxes
Das Imageboard 8chan ist Mitte August aus dem Netz verschwunden und wie so vieles, das mit dem Sammelplatz für Absurdes, aber auch Extremes, zu tun hat, gibt es auch dazu die unterschiedlichsten Verschwörungstheorien. Die einfachste und auch plausibelste Erklärung ist jedoch, dass der DDoS-Schutzanbieter Cloudflare nach dem Terroranschlag von El Paso die Verträge mit 8chan kündigte und damit defacto 8chan zum Abschuss freigegeben hat. Die ganze Geschichte, die u. a. mit 8chan-Betreiber Jim Watkins und einer radikalen (Hass-)Gruppe namens QAnon zu tun hat, kann man sehr schön in einem aktuellen Bericht von Netzpolitik.org nachlesen.

8kun ist zurück, aber mit Schwierigkeiten

Anlass für die Story ist der Umstand, dass 8chan seit dem vergangenen Wochenende zurück ist. Denn das Board ist laut The Daily Beast seit Samstag zurück, wenngleich unter dem neuen Namen 8kun. Derzeit ist allerdings nicht klar, ob und vor allem wie lange sich die neue Seite im Netz halten kann.

Denn bereits jetzt ist es nur schwer möglich das Board zu erreichen, denn es ist kaum etwas einfacher als eine Seite per DDoS aus dem Netz zu drängen, wenn sie nicht durch einen Dienst wie eben Cloudflare geschützt ist. Auch die 8kun-Domain ist nicht gerade eine Auszeichnung, mit der sich Hoster oder Registrare gerne schmücken.

Dazu kommt, dass Fredrick Brennan, Gründer von 8chan, seit einer Weile sein Bedauern über die Richtung, die das Imageboard genommen hat, ausgedrückt hat. Brennan gilt als Widersacher Watkins' und dokumentiert auch immer wieder, welche Unternehmen mit dem aktuellen Betreiber Geschäfte machen.

8kun soll allerdings dezentral funktionieren, bisher allerdings eben mehr schlecht als recht. Es gibt auch technische Probleme, die die Sicherheit betreffen, denn kurz nach Start musste Watkins die Nutzer informieren, dass Betreiber von 8kun-Knoten die Identität der Besucher herausfinden könnten.
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