Sehr seltsam: Forscher sind von Doppelschweif-Asteroid total verblüfft

Asteroid, Hubble, Astroid, Gault, Schweif Bildquelle: NASA, ESA, K. Meech, J. Kleyna, O. Hainaut
Eigentlich ist der Asteroid Gault ein alter Bekannter, wurde er doch schon 1988 entdeckt. Jetzt zeigt der Gesteinsbrocken aber gleich in zweifacher Hinsicht sehr ungewöhnliches Verhalten: Er zieht einen Doppelschweif hinter sich her und wechselt bei Beobachtung die Farbe. Wissenschaftler sind erstaunt und rätseln.

Gault verhält sich gar nicht so, wie man das von einem Asteroiden erwartet

Der Asteroid Gault (6478) ist für Astronomen kein Neuling, hatten Carolyn und Eugene Shoemaker ihn doch schon im Jahr 1988 entdeckt. Auch die Umlaufzeit von dreieinhalb Jahren um die Sonne sowie der Durchmesser von 3,7 Kilometern wurden schon vor Jahrzehnten ermittelt. Wie das MIT in seinem Bericht schreibt, gibt der alte Bekannte Forschern aber seit einiger Zeit neue Rätsel auf. Asteroid Gault Hubble hat den Doppelschweif von Gault eingefangen So mussten Astronomen bei einer Untersuchung im Frühjahr feststellen, dass es sich bei Gault um einen aktiven Asteroiden handelt, der durch ein besonderes Merkmal auf sich aufmerksam macht: Statt einem Schweif zieht Gault gleich zwei Staub-Strahlen hinter sich her - ein Verhalten, das so eher von Kometen erwartet wird, bei Asteroiden aber nur selten zu beobachten ist.

Grund genug, das Weltraumteleskop Hubble auf den Himmelskörper zu richten, um eine genaue Aufnahme des ungewöhnlichen Verhaltens zu erhalten. Auf Basis dieser Bilder schätzen die Astronomen, dass der längere Schweif rund 800.000 Kilometer hinter dem Asteroiden ins All ragt, der Zweite kommt auf ein Viertel dieser Länge. Was den Doppelschweif genau auslöst, bleibt aber auch nach dieser Untersuchung unklar.

Weiteres Rätsel

Als wäre ein Rätsel um einen Asteroiden nicht genug, gibt Gault den Wissenschaftlern nach der Beobachtung aber noch weitere ungelöste Aufgaben auf: MIT-Wissenschaftler um Michael Marsset hatten eigentlich die Absicht, den Ursprung des Doppelschweifs weiter zu untersuchen: "Wir kennen rund eine Million Körper zwischen Mars und Jupiter, von denen sind im Asteroidengürtel vielleicht gerade einmal 20 aktiv - das ist sehr selten", so Marsset gegenüber dem MIT Newsportal.

Als man zwei Nächte lang ein Teleskop auf Hawaii auf Gault gerichtet hatte, konnte man aber ein weiteres Phänomen beobachten: Der Asteroid veränderte im nahen Infrarotbereich in kürzester Zeit seine Farbe von rot zu blau. "Wir haben in einer so kurzen Zeit noch nie so eine dramatische Veränderung beobachtet", so das Forscherteam. Die ersten Erklärungsversuche der Forscher: Der Asteroid könnte sich so schnell drehen, dass Schichten der Oberfläche durch die Zentrifugal-Kraft ins All geschleudert werden. Jetzt sollen weitere Untersuchungen folgen, um Theorien zu den Phänomenen weiterentwickeln zu können. Asteroid, Hubble, Astroid, Gault, Schweif Asteroid, Hubble, Astroid, Gault, Schweif NASA, ESA, K. Meech, J. Kleyna, O. Hainaut
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