Schleier des Trump-Embargos lüftet sich: Huawei baut wieder Laptops

Notebook, Laptop, Huawei, MateBook, Huawei MateBook 13 Bildquelle: Huawei
Zumindest in Sachen Windows geht es für den chinesischen Konzern Huawei trotz des weiter bestehenden Handels-Embargos der US-Regierung unter Trump jetzt wohl weiter wie gehabt: asiatischen Quellen zufolge baut Huawei jetzt die Notebooks und Tablets seiner Huawei MateBook-Serie wieder - natürlich auch mit Komponenten amerikanischer Zulieferer. Huawei hat nach Angaben von Quellen des taiwanischen Branchendiensts DigiTimes vor kurzem wieder begonnen, Bestellungen für den Bau von Notebooks bei den großen Vertragsfertigern aufzugeben. Auch die interne Entwicklung von neuen Modellen soll wieder angelaufen sein. Huawei legt dabei angeblich einen der Schwerpunkte auf die Arbeit an ersten Modellen mit integriertem 5G-Modem. Die Quellen des Berichts dürften einmal mehr bei den mehrheitlich in Taiwan beheimateten Auftragsherstellern sitzen, die für allerlei bekannte Marken deren Notebooks und Tablets bauen - und somit natürlich auch für Huawei tätig sind.


Dem Bericht zufolge hatte Huawei seinen Zulieferern Anfang Juni mitgeteilt, dass alle Projekte, darunter auch jene für 5G-fähige Notebooks, vorerst auf Eis liegen sollten. Dieser Schritt erfolgte dem Vernehmen nach rund einen Monat, nachdem die US-Regierung amerikanischen Firmen untersagte, mit Huawei Handel zu treiben. Von den Quellen war nun zu hören, dass die Wiederaufnahme der Entwicklung darauf hindeute, dass die dunklen Wolken über dem chinesischen Konzern wohl langsam abziehen.

Neue Modelle bekommen 5G-Modem & Router-Funktion

Aus Taiwan ist auch zu hören, dass Huawei seine 5G-fähigen Notebooks nicht nur mit den entsprechenden Modems ausrüsten will. Darüber hinaus sollen die Geräte angeblich sogar eine Art Router-Funktion übernehmen können, um andere Hardware eines Nutzers über die schnelle neue Mobilfunktechnik ins Internet zu bringen. Noch hat sich Huawei aber nicht offiziell zu den 5G-Plänen für Notebooks geäußert, so dass Qualcomm bisher der erste und einzige Anbieter von 5G-Modems für Notebooks ist. Kommerzielle Produkte aus dem PC-Bereich mit integriertem 5G-Modem gibt es allerdings noch immer nicht.

Mit der Wiederaufnahme der Produktion von Huawei-Notebooks ist wohl davon auszugehen, dass auch Intel und AMD als CPU-Lieferanten, Nvidia als GPU-Zulieferer und Microsoft als Anbieter von Windows 10 wieder begonnen haben dürften, Huawei mit ihren Produkten zu versorgen. Die Firmen hatten aufgrund des US-Embargos umgehend reagiert und ihre Zusammenarbeit mit Huawei auf Eis gelegt. Ob sie inzwischen die nötigen Ausnahmegenehmigungen erhalten haben, verrät der Bericht nicht.

Huawei hatte gerade mit seinen Matebook-PCs zuletzt einigen Erfolg, konnte der Konzern die Stückzahlen in der ersten Jahreshälfte doch um das Dreifache steigern, heißt es. Damit hatte man sich erfolgreich der Stagnation beziehungsweise dem gerade bei kleineren Anbietern weiter anhaltenen Abwärtstrend im PC-Markt entzogen. Notebook, Laptop, Huawei, MateBook, Huawei MateBook 13 Notebook, Laptop, Huawei, MateBook, Huawei MateBook 13 Huawei
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