Facebook HQ: Evakuierung nach Verdacht auf Nervengift Sarin in Paket

Eine Reihe von Gebäuden auf dem Campus des Sozialen Netzwerks Facebook in Kalifornien wurden gestern unerwartet evakuiert, nachdem in der Poststelle des Konzerns Alarm ausgelöst wurde, weil bei einem Paket der Verdacht bestand, es könnte das Nervengift Sarin enthalten.
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The Verge
Wie diverse Medien, darunter auch der örtliche Fernsehsender NBC Bay Area, berichten, wurden gestern Abend Notfallspezialisten zu einer Poststelle von Facebook in den Ort Menlo Park gerufen, weil eine Maschine für die Prüfung eingehender Sendungen angezeigt hatte, dass ein Paket möglicherweise Sarin enthalten könnte.

Nach Angaben der örtlichen Feuerwehr wurden zunächst vier Gebäude evakuiert, wobei drei davon später rasch wieder für die Nutzung freigegeben wurden. Das letzte Gebäude blieb zunächst geräumt, wobei Experten mit entsprechender Schutzausrüstung noch einmal weitere Untersuchungen anstellten. Zuvor durchgeführte Checks hatten keine eindeutigen Ergebnisse geliefert. Noch dauern die Untersuchungen angeblich an.

Ein Sprecher von Facebook teilte inzwischen mit, dass man um 11 Uhr Morgens in einem der Posträume ein Paket geliefert bekam, das als verdächtig eingestuft wurde. Daraufhin seien vier Gebäude evakuiert und ausführlich untersucht worden - natürlich in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden.

Sarin ist ein ursprünglich als Pestizid entwickeltes Nervengift, das zur chemischen Kriegsführung eingesetzt werden kann. Da das Gift farb- und geschmacklos ist, kann es ohne spezielle Systeme nicht vom Menschen erkannt werden. Sarin ist in Reinform normalerweise flüssig, wobei selbst der Hautkontakt mit einem kleinen Tropfen schon zu starkem Schwitzen und Muskelzuckungen führen kann.

In den USA kommt es immer wieder auch zu Vorfällen, bei denen die Mitarbeiter der großen Technologiekonzerne betroffen sind. Im letzten Sommer hatte eine Frau an einem Standort von Googles Videoportal YouTube mehrere Menschen ermordet, weil sie damit unzufrieden war, wie Mitarbeiter des Unternehmens mit ihren Videos und ihrem YouTube-Kanal umgegangen waren, als Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen vorlagen.
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