Intel Ice Lake: Neue Core-Generation mit 10nm-Prozessoren gestartet

Auf der Computex sprach Intel über seine neuen Ice Lake Pro­zes­so­ren, die im 10nm-Verfahren gefertigt werden. Die ersten Quad-Core-CPUs sollen in flachen Notebooks verbaut werden, eine starke integrierte Grafikeinheit bieten und bis zu 4,1 GHz erreichen.
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Bis heute noch arbeitet Intel mit der fast vier Jahre alten Skylake-Architektur, die mit Ice Lake von einem performanten Nachfolger abgelöst werden soll. Auf der Computex 2019 in Taipeh gab der Chipherstellers erstmals umfassende Details zu den neuen 10-Nanometer-Pro­zes­so­ren bekannt, die man in Form von stromsparenden Ultra Low Voltage Chips (ULV) zuerst in schlanken Ultrabooks platzieren möchte.

Die als Ice Lake-Y und Ice Lake-U bezeichneten CPUs werden in verschiedenen Varianten mit 9, 15 oder 28 Watt TDP angeboten. Sie werden sich bekanntlich in die drei Serien Intel Core i3, Core i5 sowie Core i7 aufspalten und auf bis zu 4 Kernen (8 Threads) eine Turbo-Taktrate von maximal 4,1 GHz liefern. Das Unternehmen bezeichnet seine neue Prozessoren als 10. Intel Core Generation. Intel Ice LakeDie neuen Logos der 10. Generation Intel Core i3, i5 & i7.

Ice Lake: Mehr Leistung, schneller RAM und Wi-Fi 6

Neue "Sunny Cove"-Kerne sollen im Vergleich zur älteren, achten Generation eine Mehr­leis­tung von 18 Prozent pro Taktschritt bieten. Intel spricht zudem von einer 2,5-fachen Stei­ge­rung der KI-Leistung. Wie sich dieses Performance-Plus abseits von Benchmarks in der Praxis auswirkt, wird sich noch zeigen.

Einen guten Schritt nach vorne bringt Ice Lake auch den Arbeitsspeicher. RAM wird in kompakten Notebooks dank eines modernen Speichercontrollers dann auch in Form von LPDDR4-3733 und DDR4-3200 unterstützt. Zudem stellt die neue Architektur die Weichen für die schnellere Verbreitung von Thunderbolt 3 (USB 4) und das flotte Wi-Fi 6 GIG+ (WLAN-ax, 1680 MBit/s). Intel Ice LakeFeatures der Intel Ice Lake Y- und U-Prozessoren im Überblick.

Ice Lake Grafik: Casual-Gamer dürften zufrieden sein

Hauptaugenmerk legt Intel auch auf die integrierten Grafikeinheiten in Form von UHD Graphics und Iris Plus GPUs. Im Gegensatz zu Ice Lake an sich, werden die Gra­fik­pro­zes­so­ren als 11. Generation (Gen.11) betitelt und verfügen mit 64 EUs über mehr Executions Units als ihre Vorgänger. In Kombination mit einer maximalen GPU-Taktrate von 1,1 GHz verspricht der Chiphersteller in Spielen wie CS:GO, Rainbow Six Siege und Total War: Three Kingdoms eine Verdoppelung der FPS-Zahlen bei einer 1080p-Auflösung (Full HD) und niedrigen bis mittleren Detaileinstellungen.

Ein verbesserter Video-Decoder sorgt zudem dafür, dass externe Displays mit 4K- und 5K-Auflösung per HDMI 2.0b, DisplayPort 1.4 oder eben Thunderbolt 3 angebunden werden und mit der HDR-Technik arbeiten können. Ebenso können die Chips mit 8K-Videos umgehen und von variablen Bildwiederholraten per VESA Adaptive Sync profitieren. Die ersten Notebook-Ankündigungen mit neuen Intel Ice Lake Pro­zes­so­ren werden noch zur Computex 2019 er­war­tet. Eine Auslieferung der Chips dürfte be­reits im Juni er­fol­gen, was den Startschuss neuer Laptops für den Spätsommer ansetzen könnte.

Siehe auch:
Alle News von der Computex 2019 Neuigkeiten von der Technik-Messe aus Taiwan
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