Spotify bringt 2019 neue Funktion und Hardware mit Sprachsteuerung
Der schwedische Anbieter Spotify war der erste der großen Streamingdienste für Musik. Mit 36 Prozent Marktanteil hat das 2006 gegründete Unternehmen bis heute seine Nase vorn. Doch die Konkurrenz holt auf. Spotify reagiert auf den Marktdruck mit der Freischaltung einer Block-Funktion und neuer Hardware mit Sprachsteuerung.
Infografik: Spotify's größte Hits
Die erste Neuerung bezieht sich auf die Software: In Zukunft sollen Spotify-Kunden individuell Künstler blockieren können, die sie nicht hören wollen. Die Funktion "Diesen Künstler nicht spielen" werde derzeit in der neuesten iOS-App-Version getestet, berichtet das IT-Magazin The Verge auf seiner Online-Plattform, dessen Redaktion die Funktion getestet hat.
Damit lasse sich die Wiedergabe eines gesamten Interpreten sperren. Entsprechende Titel werden dann weder in Bibliothek, Wiedergabeliste oder Diagrammliste, aber auch nicht in den Radiosendern auf Spotify abgespielt.
Die Bedenken sind nachvollziehbar. Von den rund 230 Millionen Abonnenten weltweit sind rund 83 Millionen bei Spitzenreiter Spotify (im Vergleich: 44 Millionen bei Apple und 30 Millionen bei Amazon). Werden in Zukunft bestimmte Künstler weitreichend geblockt, hat das erhebliche Auswirkungen auf den Markt. Auch rassistisch oder sexistisch motivierte Auswahlverfahren könnte der Block-Button fördern.
Ausschlaggebend für Spotify sollen die zahlreichen Anklagen wegen sexuellen Missbrauchs gegen den Sänger R. Kelly gewesen sein. Der erfolgreiche R&B-Star war auf Grund seiner massiven Vergehen in Ungnade gefallen. Konsumenten hätten den Druck auch auf Spotify erhöht, Musik des Künstlers von der Plattform zu entfernen. Spotify entschied sich, die Sperrfunktion in die Hände der Konsumenten zu legen.
Über Bluetooth oder Kabel direkt mit der Radioanlage verbunden, werden Autofahrer so unabhängig vom Smartphone. Bislang bietet Spotify für Autofahrer nur einen "Car View"-Modus für Smartphones, der lediglich dafür sorgt, dass die Anwahlknöpfe größer angezeigt werden.
Ziel von Spotify ist es, sich von Angeboten anderer Anbieter unabhängig zu machen. Schon jetzt lässt sich der Dienst im Infotainment-Bereich via Sprachsteuerung nutzen - allerdings müssen dafür Konkurrenzsysteme wie beispielsweise Android Auto oder Apple CarPlay angeschlossen werden.
Die Einschränkung in der Anzeige von Künstlern oder Titeln sowie weitere spezielle Suchfunktionen sind ebenfalls schon möglich. Das Musik-Blog Tonspion hat sämtliche Suchbefehle für Spotify übersichtlich zusammengefasst und zeigt, wie sie zu nutzen sind.
Download Spotify - Musik-Streaming-Client
Infografik: Spotify's größte Hits
Die erste Neuerung bezieht sich auf die Software: In Zukunft sollen Spotify-Kunden individuell Künstler blockieren können, die sie nicht hören wollen. Die Funktion "Diesen Künstler nicht spielen" werde derzeit in der neuesten iOS-App-Version getestet, berichtet das IT-Magazin The Verge auf seiner Online-Plattform, dessen Redaktion die Funktion getestet hat.
Damit lasse sich die Wiedergabe eines gesamten Interpreten sperren. Entsprechende Titel werden dann weder in Bibliothek, Wiedergabeliste oder Diagrammliste, aber auch nicht in den Radiosendern auf Spotify abgespielt.
Funktion ist nicht neu - wird aber erst jetzt aktiviert
Laut dem IT-Blog Thurrott war die Funktion bereits 2017 marktreif, wurde aber nach internen Überlegungen nicht freigeschaltet. Nun scheint man es sich anders überlegt zu haben.Die Bedenken sind nachvollziehbar. Von den rund 230 Millionen Abonnenten weltweit sind rund 83 Millionen bei Spitzenreiter Spotify (im Vergleich: 44 Millionen bei Apple und 30 Millionen bei Amazon). Werden in Zukunft bestimmte Künstler weitreichend geblockt, hat das erhebliche Auswirkungen auf den Markt. Auch rassistisch oder sexistisch motivierte Auswahlverfahren könnte der Block-Button fördern.
Ausschlaggebend für Spotify sollen die zahlreichen Anklagen wegen sexuellen Missbrauchs gegen den Sänger R. Kelly gewesen sein. Der erfolgreiche R&B-Star war auf Grund seiner massiven Vergehen in Ungnade gefallen. Konsumenten hätten den Druck auch auf Spotify erhöht, Musik des Künstlers von der Plattform zu entfernen. Spotify entschied sich, die Sperrfunktion in die Hände der Konsumenten zu legen.
Erste Hardware soll Spotify von der Konkurrenz unabhängig machen
Mit der ersten eigenen Hardware von Spotify, die ebenfalls in diesem Jahr auf den Markt kommen soll, reagiert der Dienst auf die Angebote der Konkurrenz wie z.B. Amazons Alexa. Zum Preis von 90 Euro wird es eine Mini-Autoanlage mit Sprachsteuerung geben, berichtet Financial Times.Über Bluetooth oder Kabel direkt mit der Radioanlage verbunden, werden Autofahrer so unabhängig vom Smartphone. Bislang bietet Spotify für Autofahrer nur einen "Car View"-Modus für Smartphones, der lediglich dafür sorgt, dass die Anwahlknöpfe größer angezeigt werden.
Ziel von Spotify ist es, sich von Angeboten anderer Anbieter unabhängig zu machen. Schon jetzt lässt sich der Dienst im Infotainment-Bereich via Sprachsteuerung nutzen - allerdings müssen dafür Konkurrenzsysteme wie beispielsweise Android Auto oder Apple CarPlay angeschlossen werden.
Die Einschränkung in der Anzeige von Künstlern oder Titeln sowie weitere spezielle Suchfunktionen sind ebenfalls schon möglich. Das Musik-Blog Tonspion hat sämtliche Suchbefehle für Spotify übersichtlich zusammengefasst und zeigt, wie sie zu nutzen sind.
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