Apple geht gegen Apps mit Standort-Weitergabe an Drittanbieter vor
Am 25. Mai 2018 tritt in den EU-Staaten eine neue Datenschutz-Grundverordnung in Kraft. Diesen Termin nutzt der iPhone-Hersteller Apple jetzt dafür, um den eigenen App Store aufzuräumen. Ab sofort werden Anwendungen gelöscht, die den Standort des Nutzers ohne eine ausdrückliche Zustimmung mit Drittanbietern teilen.
Aus den Vertragsbedingungen von Apple geht hervor, dass das Weiterleiten von Standortdaten durch eine App an Dritte schon seit einem längeren Zeitraum unzulässig ist. Hiervon ausgenommen sind Anwendungen, die sich vorher das Einverständnis des Nutzers einholen. Zudem dürfen die Daten nur im Rahmen der App-Funktionalität und der Nutzererfahrung gesammelt werden. Laut 9to5mac haben Entwickler, deren Software gegen diese Bedingungen verstößt, jetzt eine Nachricht von Apple erhalten. Die Apps wurden ohne Vorwarnung aus dem Store gelöscht und lassen sich somit nicht mehr herunterladen.
Bislang ist nicht bekannt, ob auch große Publisher von den Löschungen betroffen sind. Apple selbst hat sich zu dem Vorgehen nicht geäußert. Die ab dem 25. Mai geltenden Datenschutzregelungen in Europa erfordern unter anderem, dass sich ein Unternehmen eine Einverständniserklärung, welche den kompletten Umfang der gesammelten Daten sowie den genauen Verwendungszweck beinhaltet, von seinen Nutzern einholt.
Entwickler müssen Apps erneut einreichen
Damit eine entfernte iOS-App wieder in den Store aufgenommen werden kann, müssen die betroffenen Entwickler sämtliche Codebestandteile aus ihrer Software entfernen, welche für das unbefugte Teilen des Standorts mit Drittanbietern verantwortlich sind. Hierzu können selbstverständlich auch verwendete Frameworks und SDKs zählen. Anschließend muss die App erneut zur Prüfung eingereicht werden. Sollten danach keine weiteren Verletzungen in Bezug auf die Richtlinien festgestellt worden sein, ist die Anwendung wieder für alle Nutzer im Store sichtbar.Bislang ist nicht bekannt, ob auch große Publisher von den Löschungen betroffen sind. Apple selbst hat sich zu dem Vorgehen nicht geäußert. Die ab dem 25. Mai geltenden Datenschutzregelungen in Europa erfordern unter anderem, dass sich ein Unternehmen eine Einverständniserklärung, welche den kompletten Umfang der gesammelten Daten sowie den genauen Verwendungszweck beinhaltet, von seinen Nutzern einholt.
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