iOS 27 Update: Diese 8 Funktionen solltet ihr zuerst ausprobieren

Ein paar Minuten in den Einstellungen verändern nach dem Update auf iOS 27 mehr als jede Ankündigung von der Bühne. Voraus­ge­setzt, man weiß, wo Apple die entscheidenden Schalter versteckt hat. Hier findet ihr die acht wichtigsten Handgriffe.
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WinFuture/KI-generiert

Kleine Einstellungen, große Wirkung

iOS 27 ist seit dem 14. September 2026 für alle iPhones ab dem iPhone 11 verfügbar. Das Update setzt weniger auf ein großes Show-Feature als auf viele kleine Korrekturen an Stellen, die im Alltag bisher gestört haben.

Ausgerechnet die prominenteste Neuerung fehlt allerdings hierzulande: Die neue Siri AI kommt in der EU und infolgedessen in Deutschland vorerst nicht aufs iPhone. Was bleibt, sind trotzdem genug Funktionen für den ersten Abend nach dem Update - acht davon hier im Überblick.

Inhaltsverzeichnis:

Wecker separat vom Klingelton regeln

Der Dauerbrenner unter den iPhone-Ärgernissen ist abgeräumt: Klingelton, Wecker und Systemtöne lassen sich in der Lautstärke unabhängig voneinander einstellen. Bisher hing fast alles an einem einzigen Regler, was regelmäßig zur Wahl zwischen verpasstem Anruf und Herzinfarkt um sechs Uhr morgens führte. iOS 27 HighlightsKlingelton, Wecker und Systemtöne Zu finden ist das unter Einstellungen > Töne & Haptik. Im Bereich "Wecker und Timer" deaktiviert ihr die Option "Lautstärke an Klingelton anpassen", danach erscheint ein eigener Schieberegler. Für Warnmeldungen und Systemtöne funktioniert das genauso.

Vollständig ist die Trennung nicht. Der Wecker des Schlafplans bleibt außen vor, und eine eigene Lautstärke pro Wecker gibt es weiterhin nicht. Die Funktion läuft auf jedem iPhone mit iOS 27, Apple Intelligence ist dafür nicht nötig.

Liquid Glass stufenlos anpassen

Die Glas-Optik aus iOS 26 hat viel Kritik eingefangen. In iOS 27 ersetzt ein stufenloser Schieberegler für die Transparenz die beiden bisherigen Presets "Transparent" und "Eingefärbt".
iOS 27 HighlightsWollt ihr es durchsichtiger? iOS 27 HighlightsOder doch etwas deckender?
Der Regler sitzt unter Einstellungen > Erscheinungsbild > Liquid Glass. Der Bereich ist neu und bündelt Design-Einstellungen wie Hell- und Dunkelmodus, Textgröße und eben die Transparenz. Unter iOS 26.1 lag der Schalter noch bei "Anzeige & Helligkeit" - wer dort sucht, sucht vergeblich.

Nach links wird die Oberfläche durchsichtiger, nach rechts deckender und kontrastreicher. Die Voreinstellung liegt in der Mitte, die Vorschau reagiert in Echtzeit. Die Einstellung gilt systemweit, vom Kontrollzentrum bis zu den Mitteilungen auf dem Sperrbildschirm.

Kleine Uhr auf dem Sperrbildschirm

Die große Uhr auf dem Sperrbildschirm kann jetzt endlich auch verkleinert werden. Uhrzeit und Datum wandern dann in einer Zeile nach oben, das Hintergrundbild bleibt frei.
iOS 27 HighlightsNeues Icon zur Lockscreen-Anpassung iOS 27 HighlightsDie Uhrzeit wird kleiner dargestellt
Haltet dazu den Sperrbildschirm gedrückt, tippt auf "Anpassen" und anschließend auf die Uhr. Rechts neben "Schrift & Farbe" findet ihr ein neues Symbol für die verkleinerte Darstellung. Auch das funktioniert ohne KI-Hardware.

Videobild als Foto sichern

Einzelbilder aus Videos mussten bislang über den Umweg eines Screenshots und des nachträglichen Zuschneidens gerettet werden. In iOS 27 geht das direkt: Video in der Fotos-App öffnen, an der passenden Stelle pausieren, oben rechts auf die drei Punkte tippen und "Videobild als Foto sichern" wählen. iOS 27 HighlightsScreenshots direkt aus dem Video heraus machen Die Auflösung entspricht dabei dem Video, nicht der Fotokamera. Aus einer 4K-Aufnahme wird also ein Bild mit rund acht Megapixeln. Für die Galerie reicht das, für den Druck im XXL-Format vielleicht eher nicht.

KI-Bildbearbeitung in Fotos verwenden

Die Fotos-App bekommt mit dem iOS-27-Update drei generative Werkzeuge, zu finden über "Bearbeiten" und dann "Werkzeuge". "Neu ausrichten" verschiebt die Perspektive einer Aufnahme nachträglich, "Erweitern" füllt die Bildränder auf, wenn das Motiv zu eng sitzt, und das überarbeitete "Bereinigen" entfernt Objekte im Hintergrund sauberer als bisher.
iOS 27 HighlightsNeue KI-Werkzeuge für Fotos iOS 27 HighlightsEtwa um Objekte neu auszurichten
Voraussetzung ist Apple Intelligence, Apples Sammelbegriff für die sys­tem­ei­ge­nen KI-Funktionen. Die läuft erst ab iPhone 15 Pro beziehungsweise iPhone 16. Neu ausrichten und Erweitern rechnet Apple zudem in der Cloud, das dauert entsprechend.

Für rechenintensive Anfragen gelten tägliche Limits, einen erweiterten Zugriff beabsichtigt Apple künftig kostenpflichtig anzubieten. Die Kennzeichnung bearbeiteter Bilder per SynthID reicht der Konzern ebenfalls erst später nach.

Safari und Kurzbefehle per KI

Zwei Funktionen, die IT-nahe Nutzer interessieren dürften: Safari kann Webseiten im Auge behalten. Über die drei Striche neben der Adresszeile wählt ihr "Mitteilung an mich" und beschreibt in normalem Deutsch, worauf der Browser achten soll, etwa auf eine Preisänderung oder einen Ticketverkauf. Prüfintervall und Uhrzeit legt ihr selbst fest.
iOS 27 HighlightsMitteilungen direkt aus Safari iOS 27 HighlightsEtwa bei Webseiten-Aktualisierungen
Nach demselben Muster lassen sich über "Erweiterung beschreiben" eigene kleine Safari-Erweiterungen erzeugen, und die Tab-Übersicht sortiert offene Tabs auf Wunsch automatisch nach Themen. Und in der Kurzbefehle-App genügt ein Tipp auf das Plus und eine Beschreibung in Alltagssprache, um eine Automation bauen zu lassen. Auch diese Funktion hängt an der Apple Intelligence.

AirPods-Equalizer für besseren Klang

Nach Jahren gibt es endlich einen Equalizer für AirPods, also eine manuelle Klangregelung. Ihr findet ihn in den Bluetooth-Einstellungen eurer AirPods und dort im Menü Audio & Routing > Equalizer > Benutzerdefiniert. Die AirPods müssen dafür verbunden sein und getragen werden.
iOS 27 HighlightsDie AirPods-Einstellungen iOS 27 HighlightsJetzt mit einem Equalizer
Voraussetzung ist der H2-Chip, laut den vorliegenden Angaben betrifft das AirPods Pro 2 und 3, AirPods 4 und 5 sowie AirPods Max 2. Außerdem braucht es eine aktuelle Firmware, die sich allerdings nur bedingt erzwingen lässt: Hörer ans Ladekabel, in die Nähe des iPhones legen und warten. Bei unseren AirPods 4 ist es die Firmware-Version 9A348.

Üppig ist die Regelung nicht. Drei Bänder für Tiefen, Mitten und Höhen, ein einziges Profil, keine Presets. Sony und Sennheiser bieten deutlich feiner abgestufte Equalizer. Immerhin greift die Einstellung systemweit und damit auch bei Spotify oder YouTube.

Rufnummer auf zwei iPhones nutzen

iPhone Handoff erlaubt dieselbe Rufnummer auf zwei iPhones. Aktiv ist immer nur ein Gerät, der Wechsel erfolgt durch das Entsperren des jeweiligen Smartphones. Nicht zu verwechseln mit dem alten Handoff, das Aufgaben zwischen Mac und iPhone übergibt.


Deutschland ist neben den USA eines der Startländer, exklusiver Partner ist hierzulande die Telekom. Technisch steckt die bekannte MultiSIM dahinter, ein zweites eSIM-Profil auf demselben Vertrag. Regulär kostet die 6,95 Euro pro Monat, wenn sie nicht im Tarif enthalten ist. Weitere Anbieter sollen folgen.

Was ihr braucht:
  • zwei iPhones mit iOS 27, verbunden mit demselben Apple Account
  • die Rufnummer als eSIM
  • aktivierte Nachrichten in iCloud
  • iMessage und FaceTime unter demselben Account

Eine Einschränkung bleibt: Die Apple Watch folgt dem Wechsel nicht, sie hängt weiterhin an einem festen iPhone. Und wer ohnehin eine MultiSIM nutzt, zahlt für Komfort, nicht für neue Funktionen.

Siri AI fehlt in der EU

Der eigentliche Aufhänger von iOS 27 ist Siri AI, eine von Grund auf neu gebaute Assistenz mit Gesprächsverlauf, Dateianalyse und Zugriff auf persönliche Daten. Auf dem iPhone bleibt sie in der EU vorerst außen vor, ebenso auf iPad und Apple Watch. Nutzbar ist sie hier nur auf dem Mac und der Apple Vision Pro, und dort ausschließlich auf Englisch.

Apple zeigt im Video, was alles mit Siri AI in iOS 27 möglich ist

Apple verweist auf regulatorische Anforderungen und die Anpassung an den Digital Markets Act (DMA), das EU-Gesetz für digitale Märkte. Einen Termin für iOS nennt der Konzern nicht. Siri AI startet ohnehin als Beta und zunächst auf Englisch. Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch sollen im Oktober folgen. Deutsch steht auf keiner dieser Listen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Apple Intelligence und Siri AI sind nicht dasselbe. Die KI-Funktionen in Fotos, Safari, Kurzbefehle und Image Playground sind auf deutschen Geräten verfügbar, sofern die Hardware mitspielt. Nur der Assistent fehlt. Wer nach dem Update keine Siri-App findet, hat also nichts falsch gemacht.

Wie fällt euer erster Eindruck aus? Erzählt uns in den Kommentaren, welche Einstellung ihr zuerst angefasst habt.
Weitere Fragen:


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