VPN nach Hause: FritzBox und WireGuard einrichten - So einfach geht's
VPN-Verbindungen sind nicht nur eine gute Idee, um etwa Geoblocking beim Streaming zu umgehen. Auch für die eigene Sicherheit spielen sie eine wichtige Rolle. Wir zeigen, wie einfach ihr mit einer FritzBox und dem WireGuard-Protokoll ein "VPN nach Hause" einrichtet.
Viele Nutzer verwenden als Heimrouter eine AVM Fritzbox. Diese bringt bereits alles mit, was man benötigt - speziell unter Verwendung der Open-Source-Software WireGuard und FritzOS 7.50 oder höher. Nachfolgend zeigen wir euch, wie einfach ihr VPNs nach Hause einrichtet.
Inhaltsverzeichnis:
Die Fritzbox bringt hierfür direkt eine Lösung mit - beziehungsweise ihr Anbieter AVM. Denn dieser ermöglicht es den Kunden, über die Einrichtung eines MyFritz-Accounts auch einen eigenen DynDNS-Service zu nutzen. Dieser verbindet die jeweils neueste IP-Adresse direkt mit einer eigenen, festen Domain.
Leider präsentiert sich diese etwas kryptisch, was letztlich aber nur eine kleine Einschränkung darstellt - denn abtippen muss man diese nicht. Die Domain ist nach der Anmeldung bei MyFritz auf der Startseite zu finden: "MyFritz!-Adresse: xxxxxxxxxxxxxxxx.myfritz.net".
MyFritz-Bereich in der Fritzbox-Oberfläche
Nach einem Klick auf "Übernehmen" erhält man eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Mit diesem kann die Registrierung abgeschlossen werden. Loggt man sich anschließend bei dem MyFritz-Dienst ein, bekommt man eine Übersicht über das eigene Netzwerk inklusive verschiedener Daten wie der oben genannten DynDNS-Adresse und der IP-Adressen.
Informationen auf dem MyFritz-Portal
Gut zu wissen: Wer nur mit dem Smartphone einen VPN-Tunnel nach Hause nutzen will, um z.B. Smart-Home-Geräte zu steuern, kann auf diesen Schritt verzichten - das spart gegebenenfalls etwas Arbeit bei der Anpassung von anderen Geräten, die bereits im gleichen Netzwerk sind.
Für eine Änderung geht man in der Fritzbox-Oberfläche auf "Heimnetz > Netzwerk" und wählt die Registerkarte "Netzwerkeinstellungen" aus. Hier scrollt man zum Abschnitt "LAN-Einstellungen" und klickt auf "Weitere Einstellungen". Anschließend muss hier der Button "IPv4-Einstellungen" angeklickt werden.
Fritzbox-Einstellungen für IP-Adressen
In dem sich daraufhin öffnenden Fenster kann die neue IP-Adresse und Subnetzmaske eingetragen werden. AVM empfiehlt etwa die IP-Adresse 192.168.10.1 und die zugehörige Subnetzmaske 255.255.255.0. Die Wahl bleibt aber euch überlassen. Abschließend drückt man "Übernehmen" und folgt eventuellen Anweisungen. Nachteil an der Methode: Alle Geräte müssen, wegen der geänderten Adresse, dann natürlich neu an der Fritzbox angemeldet werden.
WireGuard-Bereich in der Fritzbox-Oberfläche
In der Fritzbox-Oberfläche klickt man jetzt auf "Internet > Freigaben" und wählt dort die Registerkarte "VPN (WireGuard)".
Auswahl der richtigen Verbindungsart, hier für Einzelgeräte
Im Untermenü wählt man "Verbindung hinzufügen". Im folgenden Auswahl-Bildschirm wird "Einzelgerät verbinden" angeklickt und der Weiter-Button betätigt.
WireGuard-VPN via FritzBox: Abfrage des Verbindungs-Namens
Anschließend gilt es, noch einen Namen für die neue VPN-Verbindung zu wählen und auf "Fertigstellen" zu klicken.
Bestätigungs-Anforderung der Fritzbox
Die Fritzbox wird an dieser Stelle dann noch eine weitere Bestätigung der Änderungen verlangen, wofür man den Anweisungen auf dem Bildschirm folgt. Wenn alles erledigt ist, bekommt der Nutzer zwei Auswahlmöglichkeiten angezeigt, die gleich benötigt werden. Zeit für den letzten wichtigen Schritt.
Wenn die Einrichtung abgeschlossen ist, kann die gewünschte Verbindung zur heimischen Fritzbox aktiviert werden. Nun ist der Nutzer in der Lage, über eine gesicherte Verbindung auf das heimische Netzwerk zuzugreifen und / oder unterwegs so aufs Internet zuzugreifen, als wäre man daheim.
Wie sehen eure VPN-Konfigurationen aus und wofür nutzt ihr sie? Schreibt es gern in die Kommentare.
VPN-Verbindung ohne Extrakosten
Um sich abzusichern, ist es nicht zwingend nötig, ein Abo bei einem VPN-Anbieter zu kaufen. Man kann auch eine VPN-Verbindung ins heimische Netzwerk aufbauen. Und das geht problemlos auch mit Bordmitteln. Der Vorteil: Man kommt auch gleich noch an persönliche Daten, die beispielsweise auf dem eigenen PC liegen, und kann zudem Smart-Home-Geräte von unterwegs steuern.Viele Nutzer verwenden als Heimrouter eine AVM Fritzbox. Diese bringt bereits alles mit, was man benötigt - speziell unter Verwendung der Open-Source-Software WireGuard und FritzOS 7.50 oder höher. Nachfolgend zeigen wir euch, wie einfach ihr VPNs nach Hause einrichtet.
Inhaltsverzeichnis:
Wie erreiche ich meine FritzBox?
Das erste Problem stellt sich bereits bei der Frage, wie der heimische Internetanschluss überhaupt aus dem offenen Netz erreicht werden kann. Immerhin ist es noch immer so, dass viele Provider die Verbindung nach einiger Zeit trennen, sodass diese dann mit einer neu zugewiesenen IP-Adresse wieder online geht.AVM erklärt: Welche Vorteile bringt das MyFRITZ!-Konto?
Die Fritzbox bringt hierfür direkt eine Lösung mit - beziehungsweise ihr Anbieter AVM. Denn dieser ermöglicht es den Kunden, über die Einrichtung eines MyFritz-Accounts auch einen eigenen DynDNS-Service zu nutzen. Dieser verbindet die jeweils neueste IP-Adresse direkt mit einer eigenen, festen Domain.
Leider präsentiert sich diese etwas kryptisch, was letztlich aber nur eine kleine Einschränkung darstellt - denn abtippen muss man diese nicht. Die Domain ist nach der Anmeldung bei MyFritz auf der Startseite zu finden: "MyFritz!-Adresse: xxxxxxxxxxxxxxxx.myfritz.net".
Einrichten eines MyFritz-Accounts
Der eigene MyFritz-Account kann direkt über die Benutzeroberfläche der eigenen Fritzbox registriert werden. Hierfür wählt man den Menüpunkt Internet aus und geht auf den Unterpunkt "MyFritz!-Konto". Auf der darauffolgenden Seite gilt es nun, die E-Mail-Adresse einzugeben, mit der man sein Konto verbinden will.
MyFritz-Bereich in der Fritzbox-Oberfläche
Nach einem Klick auf "Übernehmen" erhält man eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Mit diesem kann die Registrierung abgeschlossen werden. Loggt man sich anschließend bei dem MyFritz-Dienst ein, bekommt man eine Übersicht über das eigene Netzwerk inklusive verschiedener Daten wie der oben genannten DynDNS-Adresse und der IP-Adressen.
Informationen auf dem MyFritz-Portal
FritzBox einrichten und IPs anpassen
Es ist ratsam, jetzt die IP-Einstellungen der Fritzbox anzupassen. Denn wenn man später in einem WLAN ist, dass den gleichen Adressraum nutzt wie das heimische Netzwerk, zu dem man sich via VPN verbindet, kann es zu Problemen kommen. Da alle Fritzboxen ab Werk den Adressbereich 192.168.178.0 verwenden, sollte dieser also geändert werden.Gut zu wissen: Wer nur mit dem Smartphone einen VPN-Tunnel nach Hause nutzen will, um z.B. Smart-Home-Geräte zu steuern, kann auf diesen Schritt verzichten - das spart gegebenenfalls etwas Arbeit bei der Anpassung von anderen Geräten, die bereits im gleichen Netzwerk sind.
Für eine Änderung geht man in der Fritzbox-Oberfläche auf "Heimnetz > Netzwerk" und wählt die Registerkarte "Netzwerkeinstellungen" aus. Hier scrollt man zum Abschnitt "LAN-Einstellungen" und klickt auf "Weitere Einstellungen". Anschließend muss hier der Button "IPv4-Einstellungen" angeklickt werden.
Fritzbox-Einstellungen für IP-Adressen
In dem sich daraufhin öffnenden Fenster kann die neue IP-Adresse und Subnetzmaske eingetragen werden. AVM empfiehlt etwa die IP-Adresse 192.168.10.1 und die zugehörige Subnetzmaske 255.255.255.0. Die Wahl bleibt aber euch überlassen. Abschließend drückt man "Übernehmen" und folgt eventuellen Anweisungen. Nachteil an der Methode: Alle Geräte müssen, wegen der geänderten Adresse, dann natürlich neu an der Fritzbox angemeldet werden.
WireGuard VPN einrichten
Die Software WireGuard ist frei für diverse Plattformen verfügbar und kann besonders einfach in Verbindung mit der Fritzbox genutzt werden. Sie stellt damit eine gute Wahl dar, um eine sichere Verbindung ins Heimnetzwerk aufzubauen. Man spart sich so außerdem diverse Detaileinstellungen, die bei manuellen VPN-Konfigurationen nötig sind.
WireGuard-Bereich in der Fritzbox-Oberfläche
In der Fritzbox-Oberfläche klickt man jetzt auf "Internet > Freigaben" und wählt dort die Registerkarte "VPN (WireGuard)".
Auswahl der richtigen Verbindungsart, hier für Einzelgeräte
Im Untermenü wählt man "Verbindung hinzufügen". Im folgenden Auswahl-Bildschirm wird "Einzelgerät verbinden" angeklickt und der Weiter-Button betätigt.
WireGuard-VPN via FritzBox: Abfrage des Verbindungs-Namens
Anschließend gilt es, noch einen Namen für die neue VPN-Verbindung zu wählen und auf "Fertigstellen" zu klicken.
Bestätigungs-Anforderung der Fritzbox
Die Fritzbox wird an dieser Stelle dann noch eine weitere Bestätigung der Änderungen verlangen, wofür man den Anweisungen auf dem Bildschirm folgt. Wenn alles erledigt ist, bekommt der Nutzer zwei Auswahlmöglichkeiten angezeigt, die gleich benötigt werden. Zeit für den letzten wichtigen Schritt.
Windows, Android & Co.: Notebook oder Smartphone
Auf der WireGuard-Webseite lassen sich die nun benötigten VPN-Clients für Windows und MacOS direkt herunterladen und installieren. Es werden außerdem Links auf den iOS-AppStore und den Android-Play Store angeboten, um Smartphones und Tablets zu versorgen. Nach der Installation wird die Anwendung gestartet und "WireGuard-Tunnel hinzufügen" ausgewählt. Hier gibt es zwei Optionen, wie es weitergeht.- Auf dem Smartphone: Hier ist es besonders einfach. Man wechselt wieder zur Auswahlmöglichkeit aus der Fritzbox-Einrichtung und scannt den dort angebotenen QR-Code. Anschließend ist die neue VPN-Verbindung direkt eingerichtet und kann aktiviert werden.
- Auf dem Tablet / Notebook: Auch hier wechselt man zurück zur Fritzbox-Einrichtung, wählt allerdings die Option "Einstellungen herunterladen". Dabei wird eine .conf-Datei auf dem lokalen Speicher abgelegt, die auf das Notebook kopiert werden muss. Ist dies erledigt, wählt man die Datei aus der WireGuard-App heraus aus.
Wenn die Einrichtung abgeschlossen ist, kann die gewünschte Verbindung zur heimischen Fritzbox aktiviert werden. Nun ist der Nutzer in der Lage, über eine gesicherte Verbindung auf das heimische Netzwerk zuzugreifen und / oder unterwegs so aufs Internet zuzugreifen, als wäre man daheim.
Viele Wege führen nach Rom
Dies ist der wohl einfachste Weg, ein eigenes Virtual Private Network (VPN) im heimischen Netzwerk aufzubauen. Allein die Fritzbox und AVM bieten noch weitere Möglichkeiten, die mehr manuellen Einsatz erfordern. Aber auch die meisten anderen Router beherrschen diese Funktionalität. Alternativ kann auch der PC am eigenen Schreibtisch als VPN-Server eingesetzt werden.Wie sehen eure VPN-Konfigurationen aus und wofür nutzt ihr sie? Schreibt es gern in die Kommentare.
Zusammenfassung
- VPN-Verbindungen bieten Sicherheit und Zugang zum Heimnetzwerk
- Fritzboxen ermöglichen einfache VPN-Einrichtung mit WireGuard
- MyFritz-Account für DynDNS-Service zur Erreichbarkeit einrichten
- IP-Einstellungen der Fritzbox für reibungslose Verbindung anpassen
- VPN für WireGuard in der Fritzbox-Oberfläche konfigurieren
- WireGuard-Clients für verschiedene Geräte installieren und einrichten
- Sichere Verbindung zum Heimnetzwerk von unterwegs nutzen
Thema:
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