44 Billionen Kameras sollen in fünf Jahren die Welt und uns einfangen
Kameras sind bereits jetzt nahezu allgegenwärtig. Doch die Zahl soll in der kommenden Zeit noch einmal sprunghaft steigen. Aktuellen Prognosen zufolge sollen in fünf Jahren weltweit rund 44 Billionen Kameraoptiken unsere Welt aus allen möglichen Perspektiven einfangen.
Die Zahl klingt extrem hoch, ist aufgrund einiger technischer Trends durchaus realistisch. Gegenüber dem aktuellen Niveau entspräche sie einer Verdreifachung. Schon jetzt nimmt die Menge der einzelnen Kameras sehr stark zu. Wer sich zurückerinnert, wird noch eine Zeit in den Sinn bekommen, in der beispielsweise die meisten Mobiltelefone gerade einmal mit einer Optik ausgestattet waren. Inzwischen werden drei verbaute Kameras immer mehr zum Standard.
In der Marktanalyse des Risikokapitalgebers LDV Capital wird davon ausgegangen, dass es damit längst nicht genug sein wird. Verschiedene Experten, die für das Papier befragt wurden, gehen davon aus, dass binnen der kommenden fünf Jahre beispielsweise Mobilgeräte mit bis zu 13 verbauten Kameras zu haben sein werden. Diese sollen dann nicht nur 3D-Aufnahmen anfertigen, sondern vor allem auch 360-Grad-Inhalte, die sich in VR-Umgebungen integrieren lassen.
Insbesondere in Verbindung mit den immer besser werdenden Fähigkeiten von KI-Systemen in der Bildanalyse und Gesichtserkennung ist das für Datenschutz- und Privatsphäre-Aktivisten natürlich ein Horror-Szenario. Allerdings zeigt die Praxis, dass es letztlich wohl kaum einen breiten Widerstand geben wird und sich zahlreiche Nutzer bereitwillig komplett von elektronischen Sensoren zusehen lassen, wenn dies jeweils nur ein wenig Nutzen oder Entertainment verspricht.
In der Marktanalyse des Risikokapitalgebers LDV Capital wird davon ausgegangen, dass es damit längst nicht genug sein wird. Verschiedene Experten, die für das Papier befragt wurden, gehen davon aus, dass binnen der kommenden fünf Jahre beispielsweise Mobilgeräte mit bis zu 13 verbauten Kameras zu haben sein werden. Diese sollen dann nicht nur 3D-Aufnahmen anfertigen, sondern vor allem auch 360-Grad-Inhalte, die sich in VR-Umgebungen integrieren lassen.
Überall wird geguckt
Während die Kameras in Mobilgeräten heute insgesamt noch den größten Anteil am Markt ausmachen, werden andere Segmente in den kommenden Jahren wesentlich an Bedeutung gewinn. So geht man davon aus, dass weltweit auch immer mehr Überwachungskameras alle möglichen Lebensbereiche im Auge behalten. Hinzu kommt, dass auch in so genannten Smart Home-Systemen diverse Optiken verbaut sein werden - Amazons Echo Show ist da nur ein Vorgeschmack. Und nicht zuletzt ist es die steigende Zahl an Robotern und autonomen Systemen, die für ihre eigenständige Orientierung in der Umgebung Kameras als Sensoren benötigen. Entsprechend gehen die Experten auch davon aus, dass die meisten Aufnahmen nie von einem Menschen angeschaut, sondern nur elektronisch ausgewertet werden.Insbesondere in Verbindung mit den immer besser werdenden Fähigkeiten von KI-Systemen in der Bildanalyse und Gesichtserkennung ist das für Datenschutz- und Privatsphäre-Aktivisten natürlich ein Horror-Szenario. Allerdings zeigt die Praxis, dass es letztlich wohl kaum einen breiten Widerstand geben wird und sich zahlreiche Nutzer bereitwillig komplett von elektronischen Sensoren zusehen lassen, wenn dies jeweils nur ein wenig Nutzen oder Entertainment verspricht.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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