Baidu holt Microsoft in seine Apollo-Allianz für selbstfahrende Autos
Der chinesische Suchgigant Baidu holt Microsoft in seine Apollo-Allianz aus mehr als 50 internationalen Unternehmen, die in Anlehnung an Android ein Open-Source-System für autonomes Fahren entwickeln will. Microsoft soll für die sehr rechenintensive Technologie seine Azure-Cloud einbringen, um das System weltweit zum Erfolg zu führen.
Baidu will beim autonomen Fahren die Führungsrolle übernehmen und hat für sein Apollo-Projekt bereits große Autohersteller wie Daimler und Ford, 13 chinesische Autofirmen, Universitäten und Technologiefirmen wie Nvidia, Intel und Bosch mit an Bord. Baidus COO Qi Lu bezeichnet das Apollo-Projekt ambitioniert als das künftige "Android der autonomen Fahrindustrie" und verspricht gleichzeitig, die Plattform solle noch offener als Android werden. Die Apollo-Plattform werde allen teilnehmenden Partnern gemeinsam gehören und man wolle Entwicklern mit Tools, Daten, offenen Schnittstellen, Open-Source-Code und sogar Referenzhardware bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos helfen.
Patentanträge für Autonomes Fahren
Während Baidu in China selbst die nötige Infrastruktur aufbringen könnte, benötigt man für Apollo einen global aufgestellten Partner mit eigenen Rechenzentren in vielen Ländern. Dies dürfte auch der Grund sein, dass sich Baidu für Microsoft statt Google oder Amazon entschieden hat. Amazon ist beim Cloud-Geschäft zwar Marktführer, aber bislang in weniger Ländern vor Ort präsent, als Microsoft mit Azure.
Patentanträge für Autonomes Fahren
Open-Source für autonomes Fahren
Alle künftigen Elemente der Apollo-Software sollen über GitHub frei verfügbar und modifizierbar sein. Eine entsprechende GitHub-Sektion für Apollo wurde bereits eingerichtet und die erste Apollo-Version inzwischen dort hochgeladen. Microsofts Anteil an Apollo wird die Bereitstellung von Cloud-Diensten und Infrastruktur über die eigene Cloud-Plattform Azure sein. Dies soll Baidu helfen, einen ähnlichen globalen Erfolg zu erreichen, wie Google es mit Android vorgemacht hat.Während Baidu in China selbst die nötige Infrastruktur aufbringen könnte, benötigt man für Apollo einen global aufgestellten Partner mit eigenen Rechenzentren in vielen Ländern. Dies dürfte auch der Grund sein, dass sich Baidu für Microsoft statt Google oder Amazon entschieden hat. Amazon ist beim Cloud-Geschäft zwar Marktführer, aber bislang in weniger Ländern vor Ort präsent, als Microsoft mit Azure.
Selbstfahrende Autos ab 2020
Baidu arbeitet bereits länger intensiv am Apollo-Projekt und hat dafür 2016 ein Apollo-Team im Silicon Valley gegründet um die Entwicklung zu beschleunigen. Apollo selbst wurde erst im April 2017 vorgestellt und es dürfte noch eine Weile dauern, bis erste damit fahrende Autos auf den Markt kommen. Auf der Webseite des Apollo-Projekts findet man auf Englisch bislang wenige Informationen. Wie dort aber die so genannte Apollo Road Map vermuten lässt, plant man bereits zum Ende des Jahres erste eingeschränkte Tests innerhalb von Städten. Erst ab 2020 sollen diese dann auf Autobahnen und frei in der Stadt fahrende Autos ausgedehnt werden.
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