Razzia bei Toll Collect: Bund soll um Millionen betrogen worden sein
Nach allen Querelen um den Start der Autobahn-Maut war es um die ganze Sache recht ruhig geworden. Doch heute standen dann plötzlich Polizei und Staatsanwaltschaft in den Büros des Betreiber-Konsortiums Toll Collect. Es geht um den Verdacht, dass dieses den Bund um Millionen-Beträge betrogen hat.
Toll Collect betreibt die gesamte Maut-Infrastruktur und ist für das Einsammeln der Gelder zuständig. Und für den Aufwand, den das Gemeinschaftsunternehmen von Deutscher Telekom und Daimler dabei hat, wird es bezahlt. Nun steht aber der Verdacht im Raum, dass die Kalkulationen, auf denen die Entlohnung beruht, viel zu hoch angesetzt waren. Toll Collect soll sich so Millionen von Euro einverleibt haben, die eigentlich dem Staat zustehen.
Die falschen Berechnungen sollen im Zuge der Ausweitung der Maut-Erhebung auf mehrere Bundesstraßen durchgeführt worden sein. Aufgeflogen sind sie wohl durch Hinweise eines ehemaligen Toll Collect-Mitarbeiters, der Strafanzeige gegen seinen früheren Arbeitgeber gestellt hat. Seitdem laufen Ermittlungen unter anderem gegen zwei Manager des Konsortiums wegen gemeinschaftlich begangenen schweren Betruges.
Im letzten Jahr haben die mautpflichtigen Benutzer der Straßen des Bundes insgesamt 4,6 Milliarden Euro abgeführt. Davon verblieben etwa 500 Millionen Euro als Vergütung bei Toll Collect. Je nach Verlauf der Ermittlungen dürften diese dem Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt besonders ungelegen kommen. Denn der Vertrag zum Betrieb des Mautsystems läuft im August 2018 aus. Die Ausschreibung für den weiteren Betrieb bis zum Jahr 2030 läuft gerade.
Die falschen Berechnungen sollen im Zuge der Ausweitung der Maut-Erhebung auf mehrere Bundesstraßen durchgeführt worden sein. Aufgeflogen sind sie wohl durch Hinweise eines ehemaligen Toll Collect-Mitarbeiters, der Strafanzeige gegen seinen früheren Arbeitgeber gestellt hat. Seitdem laufen Ermittlungen unter anderem gegen zwei Manager des Konsortiums wegen gemeinschaftlich begangenen schweren Betruges.
Neuer Vertrag wird verhandelt
Laut einem Bericht der Zeit hat auch Toll Collect inzwischen die Razzia bestätigt, die unter Federführung der Staatsanwaltschaft Berlin stattfand. 15 Polizisten und zwei Staatsanwälte durchsuchten demnach am heutigen Morgen Toll Collect-Büros am Potsdamer Platz in Berlin.Im letzten Jahr haben die mautpflichtigen Benutzer der Straßen des Bundes insgesamt 4,6 Milliarden Euro abgeführt. Davon verblieben etwa 500 Millionen Euro als Vergütung bei Toll Collect. Je nach Verlauf der Ermittlungen dürften diese dem Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt besonders ungelegen kommen. Denn der Vertrag zum Betrieb des Mautsystems läuft im August 2018 aus. Die Ausschreibung für den weiteren Betrieb bis zum Jahr 2030 läuft gerade.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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