Kodi-Boxen: Britische Boulevard-Zeitungen mit Panikmache-Kampagne
Set-Top-Boxen, die auf der Open-Source-Software Kodi basieren, werden immer populärer. Es gibt auch zahlreiche Varianten zu kaufen, auf denen Plugins zu Anbietern illegaler Inhalte bereits vorinstalliert sind. Die früher als Xbox Media Center (XMBC) bekannte Software ist dafür aber nicht verantwortlich, dennoch wird man immer häufiger zum Opfer einer Anti-Piraterie-Panik(mache).
'Nur' Ignoranz oder bewusste Panikmache?
Kodi ist überaus beliebt und eine Open-Source-Lösung. Das ist eine Kombination, die in den letzten Wochen und Monaten immer häufiger dazu geführt hat, dass die Macher der Software für Piraterie mit- oder sogar hauptverantwortlich gemacht werden. Denn durch den Umstand, dass der Code offen ist, können Drittanbieter verhältnismäßig einfach Erweiterungen dafür programmieren und damit auch gleich "voll" ausgestattete Hardware verkaufen.
Das Problem dabei ist, dass viele Medien nicht zwischen Kodi an sich und damit ausgestatteten bzw. vorkonfigurierten Boxen unterscheiden (wollen). Laut einem Bericht von TorrentFreak (TF) hat das zuletzt dazu geführt, dass britische Tabloids eine regelrechte Kampagne gegen entsprechende Mediaplayer und somit Kodi geführt haben.
Hintergrund ist ein jüngstes britisches Gesetz mit dem Namen Digital Economy Bill. Dieses hebt zwar tatsächlich die höchstmögliche Strafe für Urheberrechtsverstöße von zwei auf zehn Jahre an, aber nur unter ganz speziellen Umständen. Und diese Umstände sind "ganz bestimmt nicht Nutzer, die Inhalte per Kodi nach Hause streamen", wie TF schreibt.
Denn das britische Gesetz verschärft die Strafen für gewerbliche Urheberrechtsverstöße und damit letztlich den Upload von Inhalten und nicht das Streamen, wie es bei Kodi-Boxen der Fall ist. TF vermutet in den Berichten Clickbait, so mancher könnte darin aber auch eine Kampagne der Content-Industrie vermuten, um Filesharer abzuschrecken.
Download Kodi (ehemals XBMC) - Media-Center-Software
'Nur' Ignoranz oder bewusste Panikmache?
Kodi ist überaus beliebt und eine Open-Source-Lösung. Das ist eine Kombination, die in den letzten Wochen und Monaten immer häufiger dazu geführt hat, dass die Macher der Software für Piraterie mit- oder sogar hauptverantwortlich gemacht werden. Denn durch den Umstand, dass der Code offen ist, können Drittanbieter verhältnismäßig einfach Erweiterungen dafür programmieren und damit auch gleich "voll" ausgestattete Hardware verkaufen.
Das Problem dabei ist, dass viele Medien nicht zwischen Kodi an sich und damit ausgestatteten bzw. vorkonfigurierten Boxen unterscheiden (wollen). Laut einem Bericht von TorrentFreak (TF) hat das zuletzt dazu geführt, dass britische Tabloids eine regelrechte Kampagne gegen entsprechende Mediaplayer und somit Kodi geführt haben.
Zehn Jahre Haft?
Denn britische Boulevardblätter wie The Mirror, Daily Mail, The Sun und The Express haben in den vergangenen Tagen immer wieder berichtet, dass Kodi-Nutzern bis zu zehn Jahre Haft drohten. TF hat das zum Anlass genommen, um bei den Medien nachzufragen, Antworten hat man aber nur selten bekommen.Hintergrund ist ein jüngstes britisches Gesetz mit dem Namen Digital Economy Bill. Dieses hebt zwar tatsächlich die höchstmögliche Strafe für Urheberrechtsverstöße von zwei auf zehn Jahre an, aber nur unter ganz speziellen Umständen. Und diese Umstände sind "ganz bestimmt nicht Nutzer, die Inhalte per Kodi nach Hause streamen", wie TF schreibt.
Denn das britische Gesetz verschärft die Strafen für gewerbliche Urheberrechtsverstöße und damit letztlich den Upload von Inhalten und nicht das Streamen, wie es bei Kodi-Boxen der Fall ist. TF vermutet in den Berichten Clickbait, so mancher könnte darin aber auch eine Kampagne der Content-Industrie vermuten, um Filesharer abzuschrecken.
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