Telefon-Bot soll jetzt Windows-Support-Betrügern zu Leibe rücken
Die Betreiber von betrügerischen Windows-Support-Angeboten sollen in der nächsten Zeit selbst in die Falle gelockt werden. Der Betreiber eines Telefon-Spam-Bots will sein System jetzt auf diese spezielle Masche erweitern, die schon länger großen Schaden verursacht.
Der Entwickler Roger Anderson hatte im vergangenen Jahr sein Bot-System "Jolly Roger" vorgestellt. Dieses hatte er ursprünglich entwickelt, um Werbeanrufe im Telefonnetz seiner Firma abzufangen und die Mitarbeiter vor den nervenden Anrufern zu schützen. Das funktionierte so gut, dass er das System letztlich als Service auch an Privatleute und Unternehmen vermarktete, berichtete das Magazin OnTheWire.
Jetzt nimmt Anderson mit dem Dienst auch die immer wieder auftauchenden Betrügereien ins Visier, bei denen vermeintliche Microsoft-Kundendienstmitarbeiter anrufen. Diese informieren den Angerufenen über vermeintliche Vireninfektionen und bieten ihre Hilfe an. Letztlich geht es darum, den PC-Nutzer entweder zur Zahlung einer Service-Gebühr oder zur Installation von Spionage-Software zu bringen. Hierzulande tauchen immer wieder entsprechende Betrugswellen auf - in den USA ist diese Masche inzwischen hingegen ein ziemlich lukratives Geschäft geworden.
In einem Testlauf funktionierte das Verfahren schon recht ordentlich. Über 20 verschiedene Telefonleitungen wurde ein entsprechender Anrufer mit hunderten Telefonaten bombardiert. Die für die Betrugsmasche genutzte Nummer wurde dann recht schnell stillgelegt. Das treibt zumindest den Aufwand für die Betrüger nach oben und verhindert, dass in der jeweiligen Zeit andere potenzielle Opfer angerufen werden.
Keylogger installiert Microsoft verklagt Support-Betrüger
Jetzt nimmt Anderson mit dem Dienst auch die immer wieder auftauchenden Betrügereien ins Visier, bei denen vermeintliche Microsoft-Kundendienstmitarbeiter anrufen. Diese informieren den Angerufenen über vermeintliche Vireninfektionen und bieten ihre Hilfe an. Letztlich geht es darum, den PC-Nutzer entweder zur Zahlung einer Service-Gebühr oder zur Installation von Spionage-Software zu bringen. Hierzulande tauchen immer wieder entsprechende Betrugswellen auf - in den USA ist diese Masche inzwischen hingegen ein ziemlich lukratives Geschäft geworden.
Rückantwort mit hunderten Anrufen
Jolly Roger soll hier - anders als bei Werbeanrufen - nicht mehr einfach nur die Telefonate entgegennehmen und die Spammer mit vorab aufgenommenen Sätzen in Gespräche verwickeln. Werden neue Telefonnummern gemeldet, mit denen die Anrufe durchgeführt werden, soll der Bot hier auch offensiv vorgehen. Die dahinterstehenden Call Center will Anderson mit tausenden automatisierten Anrufen möglichst gut blockieren.In einem Testlauf funktionierte das Verfahren schon recht ordentlich. Über 20 verschiedene Telefonleitungen wurde ein entsprechender Anrufer mit hunderten Telefonaten bombardiert. Die für die Betrugsmasche genutzte Nummer wurde dann recht schnell stillgelegt. Das treibt zumindest den Aufwand für die Betrüger nach oben und verhindert, dass in der jeweiligen Zeit andere potenzielle Opfer angerufen werden.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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