YouTuber wegen Glücksspielangebots über FIFA-Coins verurteilt

Geld, Gold, Münzen Bildquelle: tao_zhyn / Flickr
Computer- und Videospiele werden immer häufiger zweckentfremdet und zur Spielwiese für illegales Glücksspiel umfunktioniert. Ein britischer YouTuber namens Craig "Nepenthez" Douglas wurde mit seinem Geschäftspartner Dylan Rigby deswegen verurteilt.
Glücksspiele und Sportwetten sind in Großbritannien nicht verboten, ganz im Gegenteil: Die Briten gelten als besonders wettverrücktes Volk, man kann auf so ziemlich alles sein Geld setzen. Doch es gibt hierbei zahlreiche Auflagen, vor allem benötigen Wettanbieter entsprechende Lizenzen.

Keine Lizenz

Doch immer häufiger setzen sich Internet-Anbieter über diese Gesetze hinweg und so hat sich bei diversen Online-Spielen eine Schattenwirtschaft etabliert. Besonders viel mediale Aufmerksamkeit haben die Glückspiele rund um Skins des Valve-Shooters CS:GO erhalten.


Im aktuellen Fall bei Douglas und Rigby geht es um FIFA Ultimate Team (FUT). Denn das populäre Sammelkartenspiel basiert auf den so genannten FIFA Coins. Diese können auf legalen Wegen bzw. offiziell nicht gekauft werden, weshalb sich ein Schattenmarkt etabliert hat. Dieser basiert darauf, dass ein Transfer der virtuellen Münzen und somit Umtausch in Echtgeld möglich sind. Die FIFA Coins können dabei auch zweckentfremdet werden, man kann sie quasi als virtuelle Casino-Chips einsetzen.

Douglas und Rigby haben eine solche illegale Glückspielseite für FIFA Coins betrieben. Douglas hat auf seinem YouTube-Kanal, der immerhin mehr als 1,4 Millionen Abonnenten hat, auch fleißig Werbung für das Angebot gemacht.

Doch die britische Glückspielkommission hat den Dienst als illegal eingestuft, auch weil hier Kinder die Möglichkeit zu Glücksspiel hatten. Es war das erste Mal, dass sie gegen einen derartigen Wettanbieter mit dieser Schärfe vorgegangen ist, Douglas und Rigby mussten sich in weiterer Folge deshalb auch vor Gericht verantworten.

Wie Eurogamer berichtet, hat sich Douglas im Verlauf des Verfahrens in einigen Punkten schuldig bekannt und wurde nun mit einer Geldstrafe in Höhe von 91.000 Pfund belegt, Rigby muss 174.000 Pfund bezahlen. Geld, Gold, Münzen Geld, Gold, Münzen tao_zhyn / Flickr
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