Nutzer ausspioniert: Datenschutzskandal beim TV-Hersteller Vizio
Das Nutzungs- und Sehverhalten von Nutzern ist heutzutage ein riesiges Geschäft. Das liegt natürlich daran, dass man Werbung besser verkaufen kann, wenn man weiß, an wen sie sich richtet. Und der in den USA beliebte Hersteller Vizio ist dabei erwischt worden, die Käufer seiner Smart-TV massiv auszuschnüffeln und diese Daten zu verkaufen.
Gestern hat die US-amerikanische Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) eine Einigung mit Vizio veröffentlicht, die den kalifornischen Hersteller zur Zahlung einer Strafe von 2,2 Millionen Dollar verpflichtet. Damit geht auch eine Unterlassungserklärung einher, zudem muss der Hersteller offenlegen, welche Daten er erfasst hat. Konkrete Datensätze, die Vizio ohne das Wissen seiner Kunden erfasst hat, müssen gelöscht werden.
Die Daten wurden dann auf die Server übertragen. Mehr als das: Sie konnten über die IP-Adresse bestimmten Haushalten und ihren Bewohnern zugeordnet werden, damit hatte Vizio nicht nur das Sehverhalten, sondern auch Angaben über Geschlecht, Alter, Einkommen etc. Mit diesen Daten machte Vizio ein gutes Geschäft, auch wenn der Hersteller diese anonymisiert hat. Denn auch ohne konkret zugeordnete Namen waren diese Datensätze Gold wert.
Vizio ist nicht der einzige Hersteller von Smart-TVs, der mit Nutzerdaten ein Geschäft machen will. Vor kurzem wurde bekannt, dass die mittlerweile nach China verkaufte TV-Sparte von Philips ebenfalls Nutzer tracken will, Hintergrund ist hier Werbung, die Fernsehbesitzer angezeigt bekommen sollen.
Siehe auch: Philips-Smart-TVs zeigen bald Werbung an, schnüffeln dafür Nutzer aus
Elf Millionen Geräte
Die FTC erklärt in einem Blogbeitrag, was passiert ist (via Engadget): Vizio hat nämlich auf rund elf Millionen Smart-TV-Geräten eine Schnüffel-Software installiert, bei der das Wort "umfassend" noch eine Untertreibung darstellt. Denn die Software war in der Lage, sekundengenau zu erfassen, welches Programm oder welcher Inhalt gerade auf dem Gerät angezeigt wird. Das betraf Kabelprogramme, Internet-Inhalte, Set-Top-Boxen, DVD-Player und Streaming-Programme.Die Daten wurden dann auf die Server übertragen. Mehr als das: Sie konnten über die IP-Adresse bestimmten Haushalten und ihren Bewohnern zugeordnet werden, damit hatte Vizio nicht nur das Sehverhalten, sondern auch Angaben über Geschlecht, Alter, Einkommen etc. Mit diesen Daten machte Vizio ein gutes Geschäft, auch wenn der Hersteller diese anonymisiert hat. Denn auch ohne konkret zugeordnete Namen waren diese Datensätze Gold wert.
Vizio ist nicht der einzige Hersteller von Smart-TVs, der mit Nutzerdaten ein Geschäft machen will. Vor kurzem wurde bekannt, dass die mittlerweile nach China verkaufte TV-Sparte von Philips ebenfalls Nutzer tracken will, Hintergrund ist hier Werbung, die Fernsehbesitzer angezeigt bekommen sollen.
Siehe auch: Philips-Smart-TVs zeigen bald Werbung an, schnüffeln dafür Nutzer aus
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