Euphorie verflogen: Viele Hersteller stoppen Smartwatch-Pläne
Lenovo, Mutterkonzern von Motorola, hat angekündigt, vorerst keine neue Smartwatch mehr veröffentlichen zu wollen - der Markt zeige einfach nicht "genügend Bewegung". Auch andere Hersteller sprechen ernüchtert über ihre Zukunftspläne fürs Handgelenk.
Die Moto 360 (2015): Vorerst die letzte Motorola-Smartwatch
So teilt Motorola, Tochter von Lenovo, jetzt mit, dass man zum Start des neuen Smartwatch-Betriebssystems Android Wear 2.0 im Frühjahr 2017 selbst kein neues Modell einer schlauen Uhr auf den Markt bringen werde - so der Bericht von The Verge, der sich auf Aussagen des zuständigen Managers Shakil Barkat stützt. Demnach sehe der Konzern aktuell einfach nicht "genügend Bewegung im Markt", um die Ausgaben für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung einer neuen Smartwatch zu rechtfertigen.
"Wearables finden für uns aktuell einfach nicht genügend Anklang, um weiterhin jedes Jahr ein neues Modell zu bauen", so Barkat. Deshalb habe man sich dazu entschieden, dass Smartwatches und andere Wearables vorerst keinen Platz in der Jahresplanung des Unternehmens haben. Eine Rückkehr von Motorola in den Markt will Barkat aber nicht ausschließen: "Es wird einen Punkt geben, wo sie (Wearables) dem Nutzer mehr bieten, als sie dies heute tun."
Die aktuellen Verkaufszahlen scheinen den enttäuschten Herstellern auf jeden Fall recht zu geben: Im letzten Quartal ist der Absatz an Smartwatches noch einmal um 32 Prozent eingebrochen, weltweit wurden insgesamt 3,5 Millionen Geräte verkauft - im Vorjahresquartal waren es noch rund 1,6 Millionen mehr.
Motorola ist raus
Noch vor der Veröffentlichung der ersten Smartwatches waren die kleinen Handgelenk-Computer von vielen als der nächste große Markt für mobile Geräte gefeiert worden. Nach ersten kleinen Erfolgen mit Modellen wie der Motorola Moto 360 und der fast vollständigen Übernahme des Marktes durch Apple - trotz des relativ späten Starts der Apple Watch - folgt jetzt auf die Euphorie bei vielen Herstellern echte Ernüchterung, die sogar bis hin zur Kapitulation reicht.
Die Moto 360 (2015): Vorerst die letzte Motorola-Smartwatch
So teilt Motorola, Tochter von Lenovo, jetzt mit, dass man zum Start des neuen Smartwatch-Betriebssystems Android Wear 2.0 im Frühjahr 2017 selbst kein neues Modell einer schlauen Uhr auf den Markt bringen werde - so der Bericht von The Verge, der sich auf Aussagen des zuständigen Managers Shakil Barkat stützt. Demnach sehe der Konzern aktuell einfach nicht "genügend Bewegung im Markt", um die Ausgaben für die Entwicklung, Produktion und Vermarktung einer neuen Smartwatch zu rechtfertigen.
"Wearables finden für uns aktuell einfach nicht genügend Anklang, um weiterhin jedes Jahr ein neues Modell zu bauen", so Barkat. Deshalb habe man sich dazu entschieden, dass Smartwatches und andere Wearables vorerst keinen Platz in der Jahresplanung des Unternehmens haben. Eine Rückkehr von Motorola in den Markt will Barkat aber nicht ausschließen: "Es wird einen Punkt geben, wo sie (Wearables) dem Nutzer mehr bieten, als sie dies heute tun."
Auch Huawei und LG zweifeln
Wie Golem in seinem Bericht schreibt, ziehen sich auch andere Hersteller aus dem Smartwatch-Markt zurück. In diesem Jahr haben sowohl Huawei als auch LG darauf verzichtet, neue Smartwatch-Modelle vorzustellen. Huawei will nach eigenen Angaben dabei auf eine weitere Entwicklung der Technologie warten, um kleinere leistungsfähigere Geräte bauen zu können - vor allem die Akkulaufzeit muss hier noch stark verbessert werden. LG gibt an, man wolle vorerst beobachten, welche Funktionen und Eigenschaften Käufer wirklich an Smartwatches schätzen, bevor man neue Modelle einführt.Die aktuellen Verkaufszahlen scheinen den enttäuschten Herstellern auf jeden Fall recht zu geben: Im letzten Quartal ist der Absatz an Smartwatches noch einmal um 32 Prozent eingebrochen, weltweit wurden insgesamt 3,5 Millionen Geräte verkauft - im Vorjahresquartal waren es noch rund 1,6 Millionen mehr.
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