Apple zu iPhone ohne Klinkenanschluss:
Der "Dinosaurier" musste weg
Gestern Abend unserer Zeit hat der kalifornische Konzern seine neuen Smartphones vorgestellt. iPhone 7 und iPhone 7 Plus zeichnen sich durch diverse Neuerungen aus, darunter die Doppel-Kamera und die Wasserfestigkeit. Die kontroverseste Änderung ist aber die Streichung des 3,5-Millimeter-Klinkenanschlusses.
Das Aus für den herkömmlichen Kopfhöreranschluss ist seit Monaten ein offenes Geheimnis gewesen, seit gestern Abend ist es aber offiziell: Apple verzichtet künftig auf die (direkte) Möglichkeit, einen Kopfhörer per 3,5-Millimeter-Buchse anzustecken. In einem langen Feature auf BuzzFeed hat Redakteur John Paczkowski mit zahlreichen hochrangingen Managern des Konzerns gesprochen, sie erklären, warum man diesen Schritt gegangen ist bzw. gehen musste.
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Joswiak weiter: "Der Audio-Connector ist älter als 100 Jahre und hatte seine letzte große Innovation vor etwa 50 Jahren. Und wisst ihr, was das war? Sie haben den Stecker kleiner gemacht. Seither hat man ihn nicht mehr angerührt." BuzzFeed streicht aber auch hervor, dass das auch seine Vorteile habe: Zwar sei der 3,5-Millimeter-Anschluss ein bisschen "angestaubt", er ist ein weit verbreiteter Industriestandard und vor allem "unbelastet" von Patenten. Kurzum: Er funktioniert einfach.
Der Klinkenanschluss habe laut Riccio Apple davon abgehalten, diverse iPhone-Neuerungen umzusetzen: So habe dieses "Luft-Loch" Platz für "Kamera-Technologien, Prozessoren und Akku" weggenommen. Riccio meint, dass es "verrückt" sei, daran festzuhalten, wenn man andere und modernere Lösungen umsetzen kann.
Ein weiteres Argument gegen Klinkenstecker ist, dass der Anschluss es erschwere, ein Gerät wasserdicht zu machen. Die Apple-Manager widersprechen auch scharf den Vermutungen, wonach man dadurch eine neue DRM-Plattform für Audio einführen will, diese sei "eine reine und paranoide Verschwörungstheorie", so Marketing-Chef Phil Schiller.
Siehe auch: iPhone 7 & 7 Plus: Wasserdicht, Dual-Cam & in Schwarz - Preise & Daten
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"Es ist Zeit, weiterzuziehen"
Im Wesentlichen lässt sich die Abkehr mit der Erklärung zusammenfassen: Der Klinkenstecker ist alt und antiquiert, so der kalifornische Konzern, oder wie es Greg Joswiak, der für Marketing von iOS, iPhone und iPad verantwortliche Vice President (VP) bei Apple, erklärt: "Es ist ein Dinosaurier und es ist Zeit, weiterzuziehen."Joswiak weiter: "Der Audio-Connector ist älter als 100 Jahre und hatte seine letzte große Innovation vor etwa 50 Jahren. Und wisst ihr, was das war? Sie haben den Stecker kleiner gemacht. Seither hat man ihn nicht mehr angerührt." BuzzFeed streicht aber auch hervor, dass das auch seine Vorteile habe: Zwar sei der 3,5-Millimeter-Anschluss ein bisschen "angestaubt", er ist ein weit verbreiteter Industriestandard und vor allem "unbelastet" von Patenten. Kurzum: Er funktioniert einfach.
"Nur ein Loch mit Luft"
Dan Riccio, VP für Hardware Engineering, widerspricht dem in einigen Dingen. Er meint zwar, dass er "vertraut und bequem", aber langfristig ein Hindernis sei: "Dieser 50 Jahre alte Connector - nur ein mit Luft gefülltes Loch - sitzt nur da und nimmt Platz weg, wirklich wertvollen Platz", so Riccio.Der Klinkenanschluss habe laut Riccio Apple davon abgehalten, diverse iPhone-Neuerungen umzusetzen: So habe dieses "Luft-Loch" Platz für "Kamera-Technologien, Prozessoren und Akku" weggenommen. Riccio meint, dass es "verrückt" sei, daran festzuhalten, wenn man andere und modernere Lösungen umsetzen kann.
Ein weiteres Argument gegen Klinkenstecker ist, dass der Anschluss es erschwere, ein Gerät wasserdicht zu machen. Die Apple-Manager widersprechen auch scharf den Vermutungen, wonach man dadurch eine neue DRM-Plattform für Audio einführen will, diese sei "eine reine und paranoide Verschwörungstheorie", so Marketing-Chef Phil Schiller.
Siehe auch: iPhone 7 & 7 Plus: Wasserdicht, Dual-Cam & in Schwarz - Preise & Daten
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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