OpenOffice ist tot, man versucht es aber dennoch mit Wiederbelebung

Die Rivalität zwischen LibreOffice und OpenOffice scheint ernste Folgen zu haben. Seit der Abspaltung hat LibreOffice nicht nur in Sachen Entwickler und Nutzer OpenOffice überrundet, man hat damit auch die Sargnägel in das Apache-Projekt geschlagen.
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Viele Open Source-Projekte und freie Programme leben ganz einfach von der freiwilligen Mitarbeit von Programmierern weltweit. Und genau das ist nun das Problem des freien Büropakets OpenOffice - es fehlt an Entwicklern. Wie Dennis E. Hamilton, seines Zeichens Vorsitzender des OpenOffice Project Management Committees (kurz PMC), jetzt bestätigt hat, muss man deshalb offen über ein Einstampfen des Projekts nachdenken. Dabei bekommt man allerdings den Eindruck, dass es schon längst zu spät sei.

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Alles leidet, nichts läuft mehr

Hamilton ließ einen genaueren Einblick in die derzeitige Misere zu: Es seien aktuell nur sechs Entwickler dabei, an der Software zu arbeiten. Das ließe damit kaum genügend Raum, um sich überhaupt ordentlich um Sicherheitslücken zu kümmern, geschweige denn an neuen Funktionen zu arbeiten. Auch die ganzen mit dem Coden verbundenen Arbeiten wie eine anständige Dokumentation sowie die Berichterstattung an die Apache Software Foundation leiden unter dem Personalmangel.

Am seidenen Faden

Die Auswirkungen spüren die Nutzer deutlich. 2015 gab es das letzte große Update für das Büropaket. OpenOffice hat zwar vor wenigen Tagen einen Patch veröffentlicht, der ein Speicherproblem behebt. Bisher ist davon in dem Nutzerbereich der Webseite noch nichts zu lesen, denn es fehlt auch hierbei an Helfern, die die Informationen weitertragen könnten. Die Zukunft des Projekts hängt daher an einem seidenen Faden. Der PMC-Vorsitzende will daher jetzt noch einmal die offene Diskussion suchen, wie eine Weiterführung des Projekts aussehen könnte. Seine Email an die Community kann man bei Mail Archive einsehen.

Wie kann eine Lösung aussehen?

Indirekt sind diese Probleme natürlich aus der OpenOffice-Community selbst und vor allem durch das Abwandern vieler Entwickler hin zu LibreOffice entstanden. Wie man nun diesen Abwärtstrend aufhalten will, ist unklar. Daher ist der Schritt von Hamilton, nun die Öffentlichkeit auf ein mögliches Ende von OpenOffice vorzubereiten, zu begrüßen.

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