Einfach Tür auf: Sicherheitsleck in Funkschlüsseln von 100 Mio. Autos

Verschlüsselung, Kryptographie, Code Bildquelle: Christian Ditaputratama (CC BY-SA 2.0)
In Zusammenarbeit hat ein Team aus deutschen und britischen Forschern herausgefunden, dass Funkschlüssel von einem Sicherheitsleck betroffen sind. Dieser Fehler soll es bei über 100 Millionen Autos möglich machen, unbemerkt eine Öffnung der Türen vorzunehmen. Die Branche gehe nicht sorgfältig genug mit dem Thema Sicherheit um.

Fast alle Hersteller betroffen

Heutzutage lassen sich neuere Autos sehr oft dank einer fernbedienbaren Zentralverriegelung mit dem entsprechenden Funkschlüssel öffnen. Wie jetzt ein Bericht einer deutsch-britischen Forschungsgruppe zeigt, scheinen die digitalen Schlüssellöcher ohne großen Aufwand auch ohne den passenden Funkschlüssel den Zugang zu den Fahrzeugen freigeben. Sicherheitsprobleme FunkschlüsselFunkschlüssel lassen sich relativ leicht kopieren Wie die Forscher in ihrer Mitteilung unter der Überschrift "Abschließen und trotzdem verlieren - über die Unsicherheit von fernbedienbaren schlüssellosen Zugangssystemen in Autos" (PDF) beschreiben, habe man Modelle von über 10 großen Autoherstellern getestet und dabei teilweise gravierende Sicherheitsmängel entdeckt. Demnach wäre es bei allen überprüften Unternehmen der Autobranche ohne großen Aufwand möglich, Funkschlüssel zu kopieren, indem entsprechende Funksignale abgefangen werden.

Nach dem aktuellen Erkenntnisstand wäre es bei "den meisten Modellen des Volkswagenkonzerns die zwischen 1995 und heute produziert wurden" besonders leicht, über diese Methode heimlich Zutritt zu dem Fahrzeug zu erlangen. Das Unternehmen mache die Überwindung der Sicherheitsmaßnahmen durch den Einsatz von "wenigen global genutzten Masterkeys" im Prinzip unnötig zum Kinderspiel. Man habe bei VW seit der Einführung vor über 20 Jahren kaum in die Sicherheit des Systems investiert.

Auch andere Hersteller betroffen

Neben den betroffenen VW Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley Bugatti und Lamborghini haben die Forscher ähnliche Probleme auch in den Funkschlüssel-Systemen von Modellen von Alfa Romeo, Citroën, Dacia, Fiat, Ford, Lancia, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot und Renault entdeckt. Hier sind Angreifer aber darauf angewiesen, mehrere Funksignale abzufangen, um Zugriff zum digitalen Schlüsselsignal zu erlangen. Auch Fahrzeuge der nicht getesteten Hersteller könnten betroffen sein. Aktuell gehen die Forscher davon aus, dass über 100 Millionen Fahrzeuge von der Sicherheitslücke betroffen sind, die eine Öffnung für Dritte ermöglicht. Verschlüsselung, Kryptographie, Code Verschlüsselung, Kryptographie, Code Christian Ditaputratama (CC BY-SA 2.0)
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