Nigeria Connection: Viele Opfer bekommen aktuell ihr Geld zurück

Fernsehen, Betrug, Cybercrime Bildquelle: Don Hankins / Flickr
Nicht immer ist das Geld von Nutzern, die auf die so genannte Nigeria Connection hereingefallen sind, endgültig verloren. Für einen älteren Herren aus dem Zentrum der USA hat sich ein Kampf, der über ein Jahrzehnt dauerte, letztlich doch noch gelohnt und er hat den Betrag zurückerhalten.
Infografik: Die Nigeria Connection heuteDie Nigeria Connection heute
Fred Haines aus Wichita im US-Bundesstaat Kansas kann fast schon als Prototyp eines Opfers der bekannten Betrugsmasche angesehen werden. Als hilfsbereiter Handwerker für alle möglichen Arbeiten erwirtschaftete er sich ein solides Auskommen. Und die Nachricht, in der er um Unterstützung bei der Sicherung eines Millionenbetrages gebeten und mit einer staatlichen Belohnung umworben wurde, ließ ihn weich werden.

Ein angeblicher Regierungsmitarbeiter aus Nigeria wollte angeblich 65 Millionen Dollar außer Landes schaffen. Haines fiel darauf herein und schickte im Zeitraum von 2005 bis 2008 insgesamt 110.000 Dollar an den Mann - wofür er auch hohe Hypotheken auf sein Haus aufnahm. 2008 sollte dann der große Moment kommen - der Betrogene wartete am Flughafen seiner Heimatstadt auf den Kurier mit den Geldkoffern, der aber natürlich nie auftauchte, berichtete die Lokalzeitung Kansas City Star. Die folgende Zeit war für den nun hochverschuldeten Mann natürlich hart.

Glück im Unglück

Vor einiger Zeit kam dann die rettende Botschaft. Aufgrund des juristischen Drucks mehrerer Staatsanwaltschaften in den USA räumte der Finanzdienstleister Western Union eigene Nachlässigkeiten ein. Ein Teil seiner Mitarbeiter habe damals mit den Betrügern kooperiert. Aufgrund dessen richtete das Unternehmen einen Topf über 586 Millionen Dollar ein, mit denen Entschädigungen gezahlt werden sollten.

Die Staatsanwaltschaft in Kansas hatte nur kaum konkrete Personen, die auf die Betrugsmasche hineingefallen waren. Also wurden rund 25.000 Briefe an Leute verschickt, die im fraglichen Zeitraum auffällige Beträge in Richtung Afrika gesandt hatten. Und Haines gehörte zu jenen, die glücklicherweise sämtliche Überweisungen anhand der alten Quittungen und der E-Mail-Korrespondenz mit den Betrügern nachweisen konnte. Inzwischen ist ihm das gesamte Geld erstattet worden.

Bis Anfang Juni hat allein die Staatsanwaltschaft von Kansas 344 Opfer im Bundesstaat ausfindig machen können. Nicht alle konnten ihre Einsätze überhaupt oder komplett nachweisen. Insgesamt sind aus dem genannten Topf aber inzwischen 1,75 Millionen Dollar an Betroffene ausgezahlt worden.

Es hört bis heute nicht auf:

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