Riffle: MIT bringt ein neues Tor-Netz ohne die Schwächen von Tor

Virus, Netzwerk, Botnetz Bildquelle: mararie / Flickr
Das Anonymisierungs-Netzwerk Tor wurde in der letzten Zeit mehrfach erfolgreich angegriffen. Daher haben sich Informatiker des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) der Sache angenommen und wollen in Kürze eine wesentlich verbesserte Technologie bereitstellen.
"Riffle" heißt das neue Tool, das auf verschiedenen Ebenen besser als Tor sein soll und am Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory des MIT unter Beteiligung des schweizerischen École Polytechnique Fédérale de Lausanne entwickelt wurde. Die offizielle Präsentation ist für das Privacy Enhancing Technologies Symposium geplant, das in einer Woche in Darmstadt beginnt.

Nach Angaben der Informatiker handle es sich bei Riffle keineswegs um ein Projekt, mit dem man von Grund auf eine neue Sicherheits-Technologie aus dem Boden stampfen möchte. Stattdessen haben die Entwickler sich eine Reihe von gut abgehangenen Konzepten und Algorithmen hergenommen und diese neu miteinander kombiniert. Im Ergebnis sollen vor allem die Schwächen Tors beseitigt werden, die es unter bestimmten Voraussetzungen möglich machten, die Identität eines Nutzers dann doch herauszufinden.


Entscheidende Schwäche fällt weg

Letzteres geschah meist, indem der Angreifer sich Zugang zu entscheidenden Knoten in dem Anonymisierungs-Netzwerk verschaffte. Über bestimmte Muster ließen sich dann Rückschlüsse ziehen. Riffle soll dem entgegenwirken, indem jeder Server, über den die Daten fließen, die einzelnen IP-Pakete verschiedener Anwender neu durchmischt. Dadurch soll es nahezu unmöglich werden, den Weg einzelner Pakete durch das Netzwerk zu verfolgen.

Die Datenströme werden dabei wie bei Tor mit der Onion-Verschlüsselung kodiert, bei der mehrere Krypto-Layer übereinander wirken. Dies ergänzte man bei Riffle mit Verfahren, die die Authentizität der verschlüsselten Pakete verifizieren, um zu verhindern, dass Spionage-Daten in den Strom eingeschleust werden.

Trotzdem soll das neue System vergleichsweise schnell arbeiten. In Tests habe sich gezeigt, dass vor allem größere Dateien in einem Zehntel der Zeit übertragen werden, die in anderen, vergleichbaren Infrastrukturen benötigt wird. Das dürfte daran liegen, dass die ersten Ansätze von Riffle in Richtung einer anonymen Filesharing-Anwendung gingen, bei der das Problem der Honeypots ausgeschaltet werden sollte.

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