Agrar-Investment in Brasilien: Microsoft steigt mit Monsanto ins Bett

Microsoft, Redmond, Campus, Headquarter Bildquelle: Getty Images / Microsoft Presse
Der Software-Riese Microsoft hat sich für Geschäfte in Brasilien einen recht umstrittenen Partner mit ins Boot geholt: Gemeinsam mit dem Biotech-Konzern Monsanto will Microsoft in Südamerika Startups im Bereich Agrarkultur fördern.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, haben Microsoft und Monsanto eine strategische Partnerschaft geschlossen. Monsanto wird sich demnach mit einer nicht genannten Summe an einen von Microsoft gemanagten Investment-Fond beteiligen. Der Fond soll insgesamt über ein Volumen von 92 Millionen US-Dollar (300 Millionen Reais) verfügen.

Der Fond ist als Anschubfinanzierung für junge Unternehmen in Brasilien gedacht, schreibt Reuters weiter. Es geht dabei vor allem um die Förderung einer effektiveren landwirtschaftlichen Produktion. Unternehmen können sich bewerben und erhalten bis zu 459.000 US-Dollar für ihr Projekt.

Rückzahlen oder Teilhaber akzeptieren

Nach der Startphase von drei Jahren haben die unterstützten Unternehmen dann die Möglichkeit die erhaltene Anschubfinanzierung zurückzuzahlen oder sie in eine Kapitalbeteiligung umzuwandeln.

"Wir wollen neue Startups im Bereich der Landwirtschaft fördern. Es ist ein riesiges Gebiet für Forschung und Entwicklung", erklärte Rodrigo Santos, Leiter von Monsanto in Lateinamerika, am Rande des Global Agribusiness Forum (kurz GAF 2016) dazu in einer Pressekonferenz.

Unvermeidliche Kritik an Monsanto

Dass sich beide Unternehmen nun ausgerechnet in Südamerika zusammentun, wird von Kritikern skeptisch beäugt. Schließich gilt Monsanto als einer der Haupt-Profiteure einer durch den massiven Einsatz von Herbiziden verseuchten Landwirtschaft. Südamerika gilt dabei in weiten Teilen als verseucht durch das Breitbandherbizid Roundup, auch bekannt durch den als krebserregend verschrienen Inhaltsstoff Glyphosat, und als von Gentech-Soja ausgelaugt. Beides hat man Monsanto zu verdanken.

Siehe auch:
Anonymous richtet seinen Fokus auf Monsanto
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