Im Microsoft-Rechtsstreit mit der US-Regierung geht es um Silk Road

Microsoft, Logo, Headquarter Bildquelle: Robert Scoble / Flickr
Seit mittlerweile Jahren befindet sich Microsoft in einem auf mehreren Ebenen geführten Rechtsstreit mit den US-Behörden, dabei geht es um E-Mails, die auf irischen Servern des Redmonder Unternehmens liegen. Um was es dabei geht, war bisher kaum bekannt, die einzige Information war, dass es um einen Drogen-Fall geht. Nun sind weitere Details aufgetaucht.
Seit 2014 streiten sich die Anwälte von Microsoft mit der US-Regierung um E-Mails, die in Irland liegen. Die Behörden fordern die Herausgabe, Microsoft pocht aber darauf, dass die irischen Server außer Reichweite der USA seien und man auch als US-Unternehmen nicht gezwungen werden könne, diese Daten herauszugeben.

Das ist auf mehreren Ebenen von Bedeutung, denn Microsoft will keinen Präzedenzfall schaffen und kämpft zudem um das Vertrauen seiner europäischen Kunden, was natürlich auch mit den jüngsten Überwachungsskandalen in Zusammenhang steht. Wie erwähnt gab es aber bisher nur wenige Informationen, um was es bei diesem Fall tatsächlich geht.

Nun hat die britische Tageszeitung The Times Näheres zum Fall erfahren (via WinBeta): Es soll dabei um die Mails eines Iren namens Gary Davis gehen. Der 28-Jährige kämpft derzeit gegen seine Auslieferung in die USA, ihm wird vorgeworfen, Administrator beim Ende 2013 geschlossenen und berühmt-berüchtigten Drogen-Forum Silk Road gewesen zu sein. Davis wird beschuldigt, aktiv am Handel mit unerlaubten Substanzen und anderen illegalen Gegenständen wie Waffen beteiligt gewesen zu sein.

Breite Unterstützung

Microsoft vertritt die Meinung, dass die US-Behörden kein Recht haben, Mails von individuellen Nutzern, die im Ausland "liegen, zu verlangen, der Fall durchläuft bereits mehrere Instanzen und wird an mehreren Fronten geführt. Microsoft wird in diesem Fall von zahlreichen anderen Unternehmen unterstützt ("Amicus Curiae"), darunter Apple und Amazon.

Siehe auch: Klage gg. US-Regierung - Apple, Amazon etc. unterstützen Microsoft Microsoft, Logo, Headquarter Microsoft, Logo, Headquarter Robert Scoble / Flickr
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