Blackberry: Regierung von Kanada hat seit 2010 globalen Masterkey

Blackberry 10, Blackberry Z10, Blackberry Q10, BB10 Bildquelle: Blackberry.com
Verschlüsselung nur noch pro forma: Millionen vermeintlich "sicherer" Blackberry-Smartphones sind für behördliche Zugriffe seit über fünf Jahren sperrangelweit geöffnet. Laut Recherche von Vice und Motherboard ist die kanadische Regierung seit 2010 im Besitz eines globalen Masterkeys für die Blackberry-Verschlüsselung.

Die Informationen dazu sind dabei noch nicht einmal geheim, wenn die Regierung auch lange dafür gekämpft hat, sie unter Geheimhaltung zu stellen. Demnach wurden die Details über den Schlüssel in dem Gerichtsverfahren zu einem Mafia-Mord im Jahr 2011 offengelegt. Die Dokumente die den Besitz des globalen Entschlüsselungstools belegen, sind laut Vice in dem Gerichtsverfahren öffentlich zugänglich gemacht worden. Aufmerksamkeit hatte der Fall erregt, weil die Regierung sich für die Geheimhaltung der Datenquellen ausgesprochen hatte, was dann erst die Journalisten auf den Plan rief.

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Man schaut einfach mal überall hinein

"Stell dir vor, dass jede Haustür den gleichen Schlüssel hat. Nun stell dir vor, dass die Polizei eine Kopie dieses Schlüssels hat, und jederzeit in dein Wohnzimmer reinschauen und in deinen Sachen herumstöbern kann, während du unterwegs bist, und zwar ganz ohne dein Wissen," beginnt Motherboard den Artikel zu dem Skandal: "Um bei der Metapher zu bleiben: Genau das ist es, was die königliche kanadische berittene Polizei zwischen 2010 und 2012 mit über einer Million Nachrichten gemacht hat, die über Blackberry weltweit verschickt wurden."

2014 hat das die Polizei auch selbst in einer Pressemitteilung zum "Projekt Clemenza" bekannt gegeben. Die Mafia-Morde wurden unter diesem Titel bereits ab 2007 auch länderübergreifend untersucht.

Gibt es bereits die offizielle Hintertür?

Ein Polizeibeamter hat dabei vor Gericht außerdem bestätigt, dass man im Besitz eines Schlüssels ist, der alle Blackberry-Nachrichten weltweit als Masterkey für den Zugriff öffnet. Woher dieser Schlüssel stammt ist aber bislang im Dunkeln geblieben. Vieles deutet aber daraufhin, dass es sich bei dem Masterkey um eine offizielle Hintertür handelt. Wäre es eine Sicherheitslücke, die von den Behörden genutzt wird, hätte man Informationen dazu sicherlich schon gefunden. Während Apple derzeit noch immer mit dem FBI gegen die angeordnete Mithilfe in Ermittlungsfällen kämpft, könnte es also sehr gut sein, dass Blackberry einen solchen Deal mit der eigenen Regierung unter der Hand längst abgeschlossen hat.

Siehe auch: FBI kann sich vor Anfragen iPhones zu knacken kaum retten, hilft gern

Es hieß jedoch noch im Januar, dass die Behörden dank eines von Forensik-Spezialisten Cellebrite entwickelten Tools Zugriff auf die verschlüsselten Daten erhielten. Was nun stimmt wird vielleicht bald ans Licht kommen. Blackberry hatte dabei stets mit der Sicherheit der Produkte geworben und die Verschlüsselung als eines der wichtigsten Standbeine betont.

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