AnyDVD: Hollywood will die US-Regierung im Fall SlySoft einschalten
SlySoft ist ein inzwischen berühmt-berüchtigter Name im Zusammenhang mit (indirekten) Urheberrechtsverstößen, da die Software AnyDVD das Rippen von optischen Datenträgern ermöglicht. Seit Jahren und Jahrzehnten versuchen die Hollywood-Studios das in der Karibik beheimatete Unternehmen kleinzukriegen, bisher erfolglos. Nun versucht man es ein weiteres Mal.
AnyDVD-Anbieter SlySoft sitzt auf der Karibik-Insel Antigua und ist damit teilweise außerhalb der Griffweite der herkömmlichen internationalen Rechtsprechung. Entsprechend erfolglos waren die bisherigen Versuche der Hollywood-Studios und deren Technologie-Partner, das Unternehmen und seine Software aus dem Verkehr zu ziehen.
Denn die Gruppe Advanced Access Content System Licensing Administrator (AACS LA) hat nun die US-Regierung zu Hilfe gerufen, diese soll den Karibikstaat auf die so genannte "Priority Watch List" setzen und damit Druck in Bezug auf SlySoft ausüben, wie TorrentFreak berichtet.
Hinter AACS LA stehen die Studios Warner Bros., Disney sowie IT-Konzerne wie Microsoft und Intel, diese Gruppe bekämpft seit Jahren diverse DRM-Umgehungsmaßnahmen. Slysofts Giancarla Bettini wurde auch bereits deswegen verurteilt, die Geldstrafe von 30.000 Dollar wurde aber nie gezahlt, da ein Einspruch von Bettinis Anwalt die Causa in eine (taktische) Verlängerung schickte, auch zwei Jahre danach ist die Software ganz "normal" verfügbar.
Nun hat sich AACS LA an die US-Regierung gewandt und will, dass diese Druck ausübt und Antigua auf die Copyright-Priority Watch List setzt. Eine derartige Klassifizierung bedeutet, dass die dazugehörigen Staaten "ernsthafte Defizite bezüglich geistigem Eigentum" haben, was ein Handelsdruckmittel darstellt.
Damit würde ein einzelner Fall eine internationale Dimension erreichen, allerdings ist nicht klar, ob die zuständige Handelsbehörde United States Trade Representative dem auch folgt.
Siehe auch: AnyDVD - Slysoft nun direkt zu Geldstrafe verurteilt
Denn die Gruppe Advanced Access Content System Licensing Administrator (AACS LA) hat nun die US-Regierung zu Hilfe gerufen, diese soll den Karibikstaat auf die so genannte "Priority Watch List" setzen und damit Druck in Bezug auf SlySoft ausüben, wie TorrentFreak berichtet.
Hinter AACS LA stehen die Studios Warner Bros., Disney sowie IT-Konzerne wie Microsoft und Intel, diese Gruppe bekämpft seit Jahren diverse DRM-Umgehungsmaßnahmen. Slysofts Giancarla Bettini wurde auch bereits deswegen verurteilt, die Geldstrafe von 30.000 Dollar wurde aber nie gezahlt, da ein Einspruch von Bettinis Anwalt die Causa in eine (taktische) Verlängerung schickte, auch zwei Jahre danach ist die Software ganz "normal" verfügbar.
Nun hat sich AACS LA an die US-Regierung gewandt und will, dass diese Druck ausübt und Antigua auf die Copyright-Priority Watch List setzt. Eine derartige Klassifizierung bedeutet, dass die dazugehörigen Staaten "ernsthafte Defizite bezüglich geistigem Eigentum" haben, was ein Handelsdruckmittel darstellt.
Damit würde ein einzelner Fall eine internationale Dimension erreichen, allerdings ist nicht klar, ob die zuständige Handelsbehörde United States Trade Representative dem auch folgt.
Siehe auch: AnyDVD - Slysoft nun direkt zu Geldstrafe verurteilt
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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