VW drohen nach Software-Manipulation an Autos 18 Mrd. Dollar Strafe

Vw, volkswagen, Bully Bildquelle: Philip Halling (CC-SA 2.0)
Der deutsche Automobilkonzern Volkwagen steht derzeit in den USA massiv unter Beschuss, weil wohl mit ausgefeilter Software in den Fahrzeugen Abgas-Untersuchungen geschönt wurden. Betroffen davon sind hunderttausende Diesel-Fahrzeuge. Nun droht dem Konzern eine Strafe von bis zu 18 Milliarden Dollar.
Die Automobil-Hersteller standen zuletzt vor allem wegen recht mangelhafter Software in ihren Fahrzeugen in der Kritik. Durch eine weitgehende Vernachlässigung der IT-Sicherheit in den immer zahlreicher werdenden Elektronik-Modulen eines Autos können neue Fahrzeuge teilweise sogar aus der Entfernung komplett übernommen und Kernfunktionen gesteuert werden.

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Volkswagen macht nun hingegen sogar mit Software von sich reden, die da ziemlich hochentwickelt war, wo es für das Unternehmen von Nutzen war: Die US-Umweltschutzbehörde EPA wirft dem Unternehmen vor, dass die Fahrzeuge erkannten, wenn sie Abgastests unterzogen wurden. In diesem Fall seien die Motorleistung und folgend der Abgas-Ausstoß auf ein bestimmtes gewünschtes Niveau reduziert worden. Im normalen Fahrbetrieb fiel die Regulierung hingegen weg.

Nachforschungen der EPA legen nahe, dass folgende Modelle betroffen sind: Jetta, Beetle und Golf, die im Zeitraum zwischen 2009 und 2014 gebaut wurden, die 2014er und 2015er Modelle des Passat und auch die zwischen 2009 und 2015 produzierten Audi A3. Diese arbeiteten demnach bei Tests so, dass die im Clean Air Act festgelegten Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden eingehalten wurden. Im Normalbetrieb sollen diese aber um bis zum 40-Fachen überschritten worden sein.


Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass für Manipulationen bei entsprechenden Untersuchungen bereits an einem Fahrzeug Geldstrafen von bis zu 37.500 Dollar verhängt werden können. Da Volkswagen in den letzten Jahren mit den entsprechenden Modellen fast eine halbe Million Verkäufe auf dem US-Markt erreichte, summieren sich die potenziellen Forderungen der Behörden auf einen zweistelligen Milliarden-Betrag.

Die Konzernleitung in Deutschland will von der Sache nichts gewusst haben und gibt sich angesichts der drohenden Strafen kooperationsbereit. "Der Vorstand der Volkswagen AG nimmt die festgestellten Verstöße sehr ernst. Ich persönlich bedauere zutiefst, dass wir das Vertrauen unserer Kunden und der Öffentlichkeit enttäuscht haben. Wir arbeiten mit den zuständigen Behörden offen und umfassend zusammen, um den Sachverhalt schnell und transparent vollumfänglich zu klären. Hierzu hat Volkswagen eine externe Untersuchung beauftragt", erklärte Konzernchef Martin Winterkorn. Die Aktie des Unternehmens setzte trotzdem zu einer ordentlichen Talfahrt an: Der Kurs ist inzwischen um 17 Prozent eingebrochen.

Das ist wenig verwunderlich - denn der Schaden für den Konzern könnte weit über die Strafzahlungen hinausgehen. Volkswagen wirbt in den USA insbesondere auch unter den umweltbewussteren Autofahrern mit seinen sauberen Diesel-Fahrzeugen - und dieses Image dürfte nun einen gewaltigen Knacks mitbekommen haben.

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