Alte Microsoft-Führungsriege ist weg - SSH-Support in Windows kommt

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Die Entwickler in Microsofts PowerShell-Team sind offensichtlich sehr froh darüber, dass mit Steve Ballmer das letzte Urgestein des Konzerns aus entscheidender Position ausgeschieden ist. Dies bietet ihnen die Möglichkeit, endlich Technologien in ihre Software zu integrieren, die von den Nutzern schon lange nachgefragt werden. So konnte nun verkündet werden, dass Windows mit einem nativen Secure Shell (SSH)-Support ausgestattet wird.

Windows PowerShellWindows PowerShell
SSH wurde vor 20 Jahren in seiner ersten Version veröffentlicht und wurde in der Welt von Unix und seinen Verwandten schnell zum Standard, wenn es darum ging, verschlüsselte Verbindungen zu anderen Rechnern über Netzwerke aufzubauen. Bei Administratoren, die in gemischten Umgebungen auch Windows-Rechner zu betreuen hatten, bestand daher natürlich der Wunsch, auch auf diesen mit der Technologie arbeiten zu können. Bisher musste dafür aber stets auf zusätzliche Software zurückgegriffen werden.

Seitens der zuständigen Entwickler bei Microsoft will man die Situation schon länger ändern. Zwei entsprechende Versuche verliefen jedoch im Sande. Das lag aber wohl nicht daran, dass die technische Umsetzung nicht funktionierte. Vielmehr scheiterten die Bestrebungen am Widerstand der Vorgesetzten - immerhin ging es darum, eine erfolgreiche Technologie aus dem Unix- und Open Source-Bereich in Windows zu integrieren, was lange Zeit faktisch ein No-Go darstellte.

Es weht ein neuer Wind

Wie Angel Calvo, Leiter der PowerShell-Entwicklung, nun ausführte, haben sich die Zeiten unter der neuen Konzernführung deutlich geändert. "Angesichts der Veränderungen in der Führung und der Unternehmenskultur, haben wir uns entschieden, es jetzt noch einmal zu versuchen", so Calvo. Das Team sei in der Lage aufzuzeigen, welchen Wert ein solcher Schritt für den Nutzer bringt - was inzwischen dazu führt, dass man auch große Unterstützung für ein solches Vorhaben erhalte. Calvo bedankte sich ausdrücklich bei der Community dafür, dass diese nie aufgegeben habe, SSH-Support deutlich einzufordern.

Und auch die Art, wie die SSH-Integration in Windows erfolgen soll, spricht für den neuen Wind, der bei Microsoft weht. Denn das PowerShell-Team wird nicht etwa auf eine eigene Implementierung des Standards setzen oder diesen bei einem anderen Hersteller einkaufen. Stattdessen setzt man auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Open Source-Projekt OpenSSH, dessen Umsetzung in der Unix- und Linux-Welt am stärksten verankert ist. Dadurch wird auch nicht nur sichergestellt, dass PowerShell zukünftig sichere Verbindungen nativ unterstützt, sondern mögliche Optimierungen am Protokoll auch an die Open Source-Community zurückfließen.

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