Hacker-Elite: Googles bisher geheimes "Project Zero" enthüllt

Notebook, Hacker, Linux Bildquelle: David Masters / Flickr
Der kalifornische Suchmaschinenriese soll heute die bisher gut gehüteten Namen seines "Exploit-Einsatzkommandos" enthüllen: Das "Project Zero", das für Google, aber nicht nur, Schwachstellen jagen soll, liest sich bisher wie ein Best-Of der Szene, da der Konzern prominente Namen wie George Hotz angeheuert hat.

Die Hacker-Elite

Eine überaus spannende Story hat das bekannte US-Magazin Wired heute auf seiner Webseite veröffentlicht: Diese wirft einen Blick auf das "Project Zero" von Google. Beschrieben wird dieses als "Elite-Team von Vollzeit-Hackern, das Sicherheitsschwachstellen in jedem populären Stück Software, das in Berührung mit dem Internet kommt, aufspüren soll."

Heute noch soll Google die Namen dieser "Hacker-Elite" öffentlich machen, Wired nennt bereits einige, allen voran George "Geohot" Hotz. Dieser wurde unter anderem durch den ersten (AT&T-)iPhone-Unlock und vor allem durch den aufsehenerregenden PlayStation-3-Hack (Veröffentlichung des vollständigen Root Key) bekannt.

Der Name "Project Zero" ist natürlich eine Anspielung auf die so genannten Zero-Day-Schwachstellen, die von Cybergaunern, aber auch staatlichen Schnüfflern, ausgenutzt werden. Google macht seinem Exploit-Sondereinsatzkommando allerdings keine oder kaum Vorgaben, die Hacker haben freie Hand und sollen Schwachstellen nicht nur in Google-Produkten jagen.

"Internet ohne Angst"

"Ober-Hacker" von Project Zero ist der Brite Chris Evans, der zuvor das Sicherheitsteam von Chrome geleitet hat. Evans erklärt die Zielsetzung: "Die Leute verdienen ein Internet, das sich ohne Angst vor Schwachstellen, die mit einem einzigen Webseitenbesuch ihre Privatsphäre ruinieren können, nutzen lässt."

Das Team ist auch schon in Erscheinung getreten und hat unter diesem Namen auch schon Exploits in diversen (Apple-)Produkten aufgedeckt bzw. übermittelt. Das hatte auch einige Spekulationen ausgelöst, wer und was hinter dem "Project Zero" steckt. Nun ist die Katze eben aus dem Sack.

"Altruistisches Projekt"

Wired stellt die berechtigte Frage, warum Google für viel Geld Sicherheitsexperten engagiert, die die Arbeit für Konkurrenten quasi übernehmen. Evans meint dazu, dass das Projekt "in erster Linie altruistisch" sei. Man argumentiert, dass glückliche, da sichere Nutzer häufiger auf (Google-)Anzeigen klicken.

Auch die Enthüllungen von Edward Snowden dürften eine Rolle spielen, da Google zuletzt die "Gegen-Überwachung" stark angezogen hat, um der staatlichen Spionage, die vor allem schlecht fürs Geschäft ist, ein Schnippchen zu schlagen. Nicht zuletzt hat das Projekt aber wohl auch als ein Ziel, mit dem gebotenen Freiraum Talente zu Google zu locken. Notebook, Hacker, Linux Notebook, Hacker, Linux David Masters / Flickr
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