Anschlags-Opfer wollen Irans TLD als Pfand für Schadensersatz

Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Bildquelle: Dumfries Museum
Mehrere Opfer von Anschlägen, die von islamistischen Terroristen durchgeführt wurden, haben den Iran vor US-Gerichten auf Schadensersatz verklagt. Um Zahlungen durchzusetzen, wird dabei erwogen, die Top-Level-Domain des Landes und mehr in Geiselhaft zu nehmen.
In dem Verfahren wird der Regierung des Iran von den Anwälten der Opfer vorgeworfen, die Täter aktiv unterstützt zu haben. Letztere gehörten in den verhandelten Fällen unter anderem Organisationen wie Hamas und Islamischer Jihad an. Kläger in dem Prozess sind verschiedene Familien, die durch diese unter anderem im Gaza-Streifen Angehörige verloren haben.

Die Opfer haben es zwar geschafft, vor Gericht ihren grundsätzlichen Anspruch auf Schadensersatz durchzusetzen - doch die iranische Regierung fühlt sich natürlich nicht an solche Urteile gebunden und verweigert jegliche Zahlungen. Daher wurde der bisher einmalige Antrag gestellt, die Top-Level-Domain des Staates sowie alle ihm zugewiesenen IP-Adressen zu beschlagnahmen.

ICANN soll sich erklären

Das Gericht folgte dem Ersuchen und forderte die ICANN, die für die Verwaltung des Domain-Name-Systems zuständig ist, auf, der Jury Unterlagen zu übergeben, aus denen mögliche Geschäftsbeziehungen mit dem Iran hervorgehen. Denn letztlich vergibt diese die Top-Level-Domains an verschiedene Firmen oder Organisationen weltweit, die dann für deren Verwaltung zuständig sind.

In der Praxis dürften die Anträge auf Beschlagnahmung nur schwer umzusetzen sein. Denn die Verwaltung der Top-Level-Domain .ir wurde an eine Firma vergeben, die außerhalb der US-Gerichtsbarkeit ansässig ist. Allerdings wäre ein Szenario denkbar, in dem die ICANN verpflichtet wird, die Endung im globalen DNS-Netzwerk über die Root-Server zu sperren. An die IP-Adressen kommt man mit einer Anordnung eines US-Gerichtes ebenfalls nicht heran, da diese von der RIPE verwaltet werden, die ihren Sitz in Amsterdam hat.

Auf die Idee einer entsprechenden Beschlagnahmung dürften die Opfer-Anwälte durch ein früheres Verfahren gekommen sein, in dem Betroffene der Terror-Anschläge vom 11. September 2001 Schadensersatz einforderten. Damals wurde ein Hochhaus in New York, das iranischen Firmen gehörte und einen Wert von einer guten halben Milliarde Dollar hatte, beschlagnahmt. Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Dumfries Museum
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