DreamWorks-CEO: Displaygröße bestimmt Filmpreis

3d, Kino, Kinosaal, Sessel Bildquelle: Bartosch Salmanski / Flickr
Filmliebhaber könnten in Zukunft je nach der Größe des verwendeten Bildschirms unterschiedlich tief in die Tasche greifen müssen. Das glaubt zumindest Jeffrey Katzenberg, einer der bekanntesten Produzenten in Hollywood.

Abrechnung nach Diagonale

Bisher können Filme bei legalen Streaming- und Download-Portalen meist zu einem klaren Festpreis bezogen werden. Der Dreamworks-Mitbegründer Jeffrey Katzenberg glaubt fest daran, dass sich diese pauschale Bezahlung für Video-Inhalte in den nächsten 10 Jahren zu einer situationsbezogenen Abrechnung wandeln wird. Hauptantrieb für diese Überlegung: Hollywood blickt laut aktuellen Prognosen in den nächsten Jahren auf stagnierende Umsätze.

Wie der bekannte Hollywood-Produzent laut einem Bericht des BBC bei der "Milken Global Conference" mitteilte, habe er eine klare Zukunftsvision, wie Hollywood in Zukunft mit seinen Werken Geld verdienen wird. Katzenberg glaubt, dass die Abrechnung von Streaming und Download-Angeboten nach der Display-Größe des Abspielgerätes erfolgen sollte. Jeffrey Katzenberg: Dreamworks CEOJeffrey Katzenberg: CEO bei DreamWorks Animation SKG Als Beispiel führt der Dreamworks-Chef einen Kinobesuch an, der mit 15 Dollar am teuersten ausfallen würde. Auf einem 75-Zoll-Gerät wären nach dieser Logik dann gut 4 Dollar fällig. Will man den Film lediglich auf seinem Smartphone betrachten, ständen nur rund 2 Dollar auf der Rechnung.

Nur 17 Tage exklusiv im Kino

Eine weitere Überlegung von Jeffrey Katzenberg könnte sich dagegen unmittelbar positiv für die Filmkonsumenten auswirken. Aktuell werden Filme mindestens 3-4 Monate exklusiv in Kinos gezeigt. Geht es nach Katzenberg, sollten aber bereits nach gut 18 Tagen mit der Zweitverwertung begonnen werden. Die Begründung: Da 98 Prozent aller Filme 95 Prozent ihrer Einnahmen nach den ersten drei Wochenenden eingespielt haben, macht es danach kaum Sinn, länger mit der Vermarktung per Blu-ray, Stream & Co. zu warten.

Echte Hürden bei der Umsetzbarkeit

Mit Head-Mounted-Displays wie der Oculus Rift können schon heute große Kinoleinwände simuliert werden. Darüber hinaus lassen sich beispielsweise mit Smartphones Filme ganz leicht auf größere Bildschirme übertragen. Hier stehen der Abrechnung anhand der Displaygröße wirklich schwierige technische Probleme im Weg.

Man darf gespannt sein, ob und in welcher Form Jeffrey Katzenbergs Zukunfts-Visionen Wirklichkeit werden. Vorerst klingen die Überlegungen aber vor allem nach dem Wunschtraum eines Produzenten, dem die alten Verdienstmöglichkeiten langsam durch die Finger rinnen. Über eine frühere Zweitverwertung würden sich dagegen wahrscheinlich alle Beteiligten freuen. 3d, Kino, Kinosaal, Sessel 3d, Kino, Kinosaal, Sessel Bartosch Salmanski / Flickr
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren38
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 15:30 Uhr Sony 55 Zoll Fernseher (4K HDR, Ultra HD, Smart TV)
Sony 55 Zoll Fernseher (4K HDR, Ultra HD, Smart TV)
Original Amazon-Preis
835,00
Im Preisvergleich ab
?
Blitzangebot-Preis
749,99
Ersparnis zu Amazon 10% oder 85,01
Nur bei Amazon erhältlich

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden