2 Millionen Datensätze: Massiver Hack auf Vodafone

Vodafone, Netzbetreiber, Gebäude, Headquarter, Hauptquartier, Düsseldorf Bildquelle: Handelsblatt
Das Kommunikationsunternehmen Vodafone hat bekannt gegeben, dass man zum Opfer eines weit angelegten Hacker-Angriffs geworden ist. Dieser sei nur mit "hoher krimineller Energie sowie Insiderwissen" möglich gewesen. Wie Carsten "Caschy" Knobloch auf seinem Blog unter Berufung auf eine Mitteilung des Telekommunikationskonzerns berichtet, hat Vodafone einen massiven Angriff auf seine Server bekannt geben müssen. Das Ausmaß des Hacks ist beträchtlich, nach offiziellen Angaben konnten etwa zwei Millionen Stammdaten von Vodafone-Kunden entwendet werden.

Vodafone schreibt, dass der Angriff "tief versteckt in der IT-Infrastruktur des Unternehmens" stattgefunden habe. Das Unternehmen spricht übrigens von einem einzigen Täter. Dieser habe Angaben zu Name, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Bankleitzahl und Kontonummer entwenden können.

Laut Vodafone sind besonders kritische Daten aber nicht betroffen, da der Täter keinen Zugang zu Kreditkarten-Daten, Passwörtern, PIN-Nummern, Mobiltelefonnummern oder Verbindungsdaten gehabt habe. Das Unternehmen bedauert den Vorfall und bittet alle Betroffenen um Entschuldigung. Man hat für Vodafone-Kunden eine eigene Webseite zu "Sind meine Daten betroffen?" eingerichtet, dort kann überprüft werden, ob man zu den Opfern des Angriffs zählt.

Wann genau der Hack stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Vodafone schreibt, dass man ihn sofort nach Entdeckung gestoppt und in weiterer Folge angezeigt habe. Man arbeite eng mit den Behörden zusammen, diese hätten auch gebeten, den Vorfall nicht sofort öffentlich bekannt zu machen, da dies die Ermittlungen möglicherweise gefährden hätte können.

Diese scheinen auch bereits von Erfolg gekrönt zu sein, da ein Tatverdächtiger identifiziert worden ist, auch eine Hausdurchsuchung habe es inzwischen gegeben, so Vodafone. Betroffen waren übrigens nur deutsche Kunden des Telekom-Konzerns.

Die Gefahr eines (folgenschweren) Missbrauchs der entwendeten Kundendaten ist nach Unternehmensangaben nicht gegeben: "Von Vodafone eingeschaltete unabhängige Sicherheitsexperten bestätigen: Es ist für den Täter kaum möglich, mit den gestohlenen Daten direkt auf die Bankkonten der Betroffenen zuzugreifen."

Man warnt allerdings vor möglichen Phishing-Versuchen, mit denen versucht werden könnte, an weitere sensible Daten heranzukommen. Offiziell wirkende Anfragen nach Kreditkartendaten oder Passwörtern sollten also ignoriert und/oder gemeldet werden, Vodafone schreibt, dass man solche Anfragen "grundsätzlich" nicht stelle. Man rät außerdem, in der nächsten Zeit die Kontoauszüge genau zu studieren und bei Unregelmäßigkeiten umgehend die Bank zu kontaktieren. Vodafone, Netzbetreiber, Gebäude, Headquarter, Hauptquartier, Düsseldorf Vodafone, Netzbetreiber, Gebäude, Headquarter, Hauptquartier, Düsseldorf Handelsblatt
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