HDDs: Nun schrumpft auch die verkaufte Kapazität

Den Festplatten-Herstellern gelingt es bisher nicht, die schrumpfenden Absatzzahlen wieder zu stabilisieren. In der Not schließen sich daher nun die letzten verbliebenen Konkurrenten zusammen.

Laut Statistiken des Marktforschungsunternehmens TrendFocus wurden im zweiten Quartal dieses Jahres noch 133,4 Millionen Festplatten ausgeliefert. Das sind noch einmal 1,9 Prozent weniger als im ersten Quartal, das traditionell als besonders schwach gilt.

Die Weiterentwicklung der Speichersysteme kann dabei den Rückgang beim gesamten Speicherplatz nicht mehr ausgleichen: Zusammengenommen wurden im zweiten Jahresviertel 108,62 Exabyte an neuem Speicherplatz ausgeliefert. Das sind 0,5 Prozent weniger als im ersten Quartal. Im Durchschnitt kommt so jede verkaufte Festplatte auf 812 Gigabyte.


Gemessen an Stückzahlen bleibt Western Digital mit 59,9 Millionen verkauften Geräten Marktführer mit einem Anteil von 44,9 Prozent. Die Absatzzahlen sanken hier um 0,4 Prozent. Der Konkurrent Seagate verbuchte ein etwas schlechteres Geschäft: Hier gingen die Verkaufszahlen um 3,2 Prozent auf 53,39 Millionen Stück zurück, was 40,4 Prozent Marktanteil macht. Toshiba liegt weit hinter den beiden dominanten Wettbewerbern: Mit 19,6 Millionen verkauften Festplatten (-2,2 Prozent) kommt das Unternehmen auf 14,7 Prozent Marktanteil.

Vor allem der Absatz von Festplatten für Desktop-Rechner brach deutlich um weitere 8,8 Prozent ein. Bei den Notebook-Systemen lag der Rückgang hingegen nur bei 0,4 Prozent.

Um der Krise in ihrem Geschäftsbereich zu begegnen haben sich die Hersteller im neuen Branchenverband Storage Products Association (SPA) zusammengeschlossen. Das Ziel der Organisation besteht darin, möglichen Kunden Festplatten wieder schmackhaft zu machen. Dafür soll über "die wachsende Bedeutung der Datensicherung sowie die aktuellen Storage-Angebote und die Speichertechnologien der Zukunft" informiert werden, teilten die Unternehmen mit.
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Formatiert derartige Statistiken bitte mal als Tabelle oder packts in ein Diagramm. Ist ja haarsträubend diesen Text zu lesen.
 
@Aerith: Das ist aber andererseits eine schöne Gehirnübung. Offenbar geht heute ohne Balken-, Kuchen-, Säulen-, Kreis- und Sonstwie-Diagramme gar nichts mehr, lieber noch ein Video mit einem Kasper, der alles vorführt. Ich bin nicht prinzipiell gegen bildliche Darstellung, jedoch möchte ich hier nur mal dafür plädieren, daß ein bißchen Kopfarbeit und somit das Verstehen bzw. Abstrahieren einer rein schriftlichen Darstellung ein gutes Training ist und den Leser in die Lage versetzt, auch komplexere Dinge leichter verstehen zu können, für die es vielleicht gar keine bildlich geeignete Darstellung gibt und wo die eigene Phantasie und Vorstellungskraft inganggesetzt wird bzw. muß.
 
@Aerith: Ja, schon blöd. Wenn man bspw. "Bauer sucht Frau" schaut, dann muss man gar nicht denken. Hier muss man sich eine Minute konzentrieren, so man die exorbitante Masse an Zahlen verstehen will....einfach unfair.
 
@jb2012: Man muss es ja nicht übertreiben, aber zumindest eine begleitende Grafik ist nicht zu viel verlangt und transportiert die Information einfach besser. Stell dir vor, du musst auf Arbeit irgendwelche Zahlen mit Vergleich zum Vorjahr präsentieren und nimmst kein Powerpoint - weil die können sich ja mal ne Minute konzentrieren... Dann packst du das in einen Text und liesst die Zahlen einfach so vor. Wer am Ende nicht folgen konnte, der bekommt dann von dir nen "Bauer sucht Frau" Spruch. Auch ne Art sich beliebt zu machen...
 
@Aerith: Du darfst solche Statistiken nicht überbewerten. Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast... aber gehen wir mal davon aus, dass die Zahlen korrekt sind. Trotzdem musst Du mit Schlüssen vorsichtig sein. Oben steht, dass im Frühsommer weniger Festplatten verkauft wurden als im Winter. Aha, ist das vielleicht nicht immer so? Bei der Wahl Biergarten oder Rechnerkaufen gewinnt im Sommer nunmal öfter der Biergarten als in der kalten Jahreszeit. Zudem wird die Technologie zumindest zum teil durch eine Nachfolgetechnologie (SSDs) abgelöst, das wird auch nicht betrachtet. Dazu kommt die Unterscheidung Desktop- oder Notebook-Festplatte ist nicht auf den wirklichen Einsatz bezogen, sondern nur auf den Fertigungsaspekt der Abmessung. Ich kenne viele, die in einem 3,5"-Schacht ein Raid mit 2 mal 2,5"-Platten betreiben. Das zählt dann als Notebook-Platten, auch wenn es im Desktop sitzt. Wenn man die Zahlen in ein Diagramm packen würde, dann wäre die Aussagekraft viel höher bewertet als sie eigentlich wirklich ist.


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