Überwachung hat Grenzen nur in Technik & Kosten
Die Enthüllungen über die Überwachungsprogramme der Geheimdienste haben Menschen, die sich mit der Materie befassen, nicht deshalb erstaunt, weil sie diese grundsätzlich nicht für Möglich gehalten hätten - sondern wegen ihres Umfanges.
Wie der aus Washington D.C. stammende Sicherheits-Berater Ashkan Soltani in einem Gastbeitrag für das Magazin Technology Review erklärt, sei die US-amerikanische Öffentlichkeit in der Vergangenheit im Grunde nicht von rechtlichen Regelungen, sondern stets von den technischen und finanziellen Grenzen vor einer vollständigen Überwachung durch die Regierungsinstanzen geschützt worden.
"Dieser in aller Stille vorhandene Schutz ist durch die Fortschritte, die die Geheimdienste aus der Technologiebranche erreichten, sowie die Durchdringung der Gesellschaft mit digitaler Kommunikation in den letzten Jahren schnell aufgeweicht", so Soltani. Er zieht daraus den Schluss, dass es endlich an der Zeit wäre, diese natürlichen Beschränkungen der Überwachung endlich durch ein wirksames rechtliches Gerüst daran zu hindern, immer weiter zu wuchern.
Für den Ausbau der Überwachung sei allerdings nicht nur die Möglichkeit verantwortlich, immer mehr Daten zu speichern und auch relativ effektiv auszuwerten. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt demnach auch eine Veränderung in den Strukturen der Kommunikation. Während das Internet oft den Anschein der Dezentralität erweckt, sind die Kommunikationswege in Wirklichkeit stärker zentralisiert worden. So läuft inzwischen der Großteil des direkten Austausches zwischen den Nutzern über große Dienste-Anbieter wie Google, Skype oder Facebook und die meisten Datenverbindungen laufen über eine überschaubare Zahl von Internet-Knoten, die von den Behörden angezapft werden.
"Das macht die Überwachung viel leichter, denn die NSA muss nur Verbindungen zu einigen wenigen kritischen Unternehmen aufbauen, um den Großteil des Marktes mit sehr geringen rechtlichen Hürden abzugreifen", führte Soltani aus. Hunderte Millionen Menschen, die solche Dienste nutzen, können so von dem Geheimdienst problemlos ausspioniert werden - und das mit einem Bruchteil des Budgets, das der NSA zur Verfügung steht.
"Wenn die Kosten der Überwachung eines Tages gegen Null gehen, bleiben wir mit unseren veralteten Gesetzen als einzigem Schutz zurück", erklärte Soltani. Dies müsse man im Hinterkopf für alle politischen Maßnahmen haben, die eventuell aus den aktuellen Leaks resultieren.
"Dieser in aller Stille vorhandene Schutz ist durch die Fortschritte, die die Geheimdienste aus der Technologiebranche erreichten, sowie die Durchdringung der Gesellschaft mit digitaler Kommunikation in den letzten Jahren schnell aufgeweicht", so Soltani. Er zieht daraus den Schluss, dass es endlich an der Zeit wäre, diese natürlichen Beschränkungen der Überwachung endlich durch ein wirksames rechtliches Gerüst daran zu hindern, immer weiter zu wuchern.
Für den Ausbau der Überwachung sei allerdings nicht nur die Möglichkeit verantwortlich, immer mehr Daten zu speichern und auch relativ effektiv auszuwerten. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt demnach auch eine Veränderung in den Strukturen der Kommunikation. Während das Internet oft den Anschein der Dezentralität erweckt, sind die Kommunikationswege in Wirklichkeit stärker zentralisiert worden. So läuft inzwischen der Großteil des direkten Austausches zwischen den Nutzern über große Dienste-Anbieter wie Google, Skype oder Facebook und die meisten Datenverbindungen laufen über eine überschaubare Zahl von Internet-Knoten, die von den Behörden angezapft werden.
"Das macht die Überwachung viel leichter, denn die NSA muss nur Verbindungen zu einigen wenigen kritischen Unternehmen aufbauen, um den Großteil des Marktes mit sehr geringen rechtlichen Hürden abzugreifen", führte Soltani aus. Hunderte Millionen Menschen, die solche Dienste nutzen, können so von dem Geheimdienst problemlos ausspioniert werden - und das mit einem Bruchteil des Budgets, das der NSA zur Verfügung steht.
"Wenn die Kosten der Überwachung eines Tages gegen Null gehen, bleiben wir mit unseren veralteten Gesetzen als einzigem Schutz zurück", erklärte Soltani. Dies müsse man im Hinterkopf für alle politischen Maßnahmen haben, die eventuell aus den aktuellen Leaks resultieren.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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