SkypeHide tarnt Datenversand in Skype-Gesprächen

Der Datenstrom der VoIP-Software Skype kann gut genutzt werden, um den Versand zusätz­licher Daten zu verschleiern. Eine passende Software haben Forscher vom Institut für Telekommunikation der Universität Warschau entwickelt.

Sie nutzen dabei eine Eigenheit des Skype-Protokolls bei der Datenübertragung, wenn ein Gesprächspartner eine Pause beim Sprechen einlegt. In diesem Moment wird der Datenstrom kurzzeitig auf eine geringere Bandbreite heruntergefahren. Statt der gewöhnlichen Pakete mit einer Größe von 130 Byte, werden jetzt nur noch solche mit 70 Byte verschickt.

Diese Differenz kann genutzt werden, um andere Informationen in den Datenstrom zu integrieren, ohne, dass dies einem Beobachter ohne weiteres auffallen würde, berichteten die beteiligten Entwickler Wojciech Mazurczyk, Krysztof Szczypiorski und Maciej Karaœ, die sich bereits länger mit dem Gebiet der Steganographie, also dem Verstecken von Informationen in anderen Medien, befassen.


Ihr Plugin nennen sie "SkypeHide" oder kurz "SkyDe". Ist dieses auf den Rechnern beider Gesprächspartner vorhanden, können diese während eines VoIP-Telefonates, bei dem sie sich beispielsweise über belanglose Alltagsdinge unterhalten, zusätzliche Daten mit einer Geschwindigkeit von einem Kilobit pro Sekunde zuschicken. Die Bandbreite ist zwar relativ gering, dafür aber unauffällig.

Grundsätzlich ermöglicht SkypeHide den Angaben zufolge den Versand beliebiger Daten, also auch Audio- oder Video-Dateien. Die geringe Bandbreite dürfte allerdings dafür sorgen, dass das Verfahren eher für Texte und Bilder interessant ist. Als zusätzliche Sicherheits-Stufe werden die Informationen außerdem verschlüsselt übertragen.

Weiter ins Detail wollten die Informatiker hinsichtlich der genauen Funktionsweise ihrer Software noch nicht gehen. Erst auf der Multimedia Security-Konferenz, die im Juni im französischen Montpellier stattfindet, soll auf einem entsprechenden Workshop ein tieferer Einblick gegeben werden.
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auf was manche Leute so kommen ist immer wieder beeindruckend ^^
 
@StefanB20: Aber ziemlich Nutzlos für den Normalverbraucher oder? ^-^" Wer will unauffällig Daten im VOIP-Fluss hin und her schicken? Industriespione sicher, aber dann wirds eng für Skype. Internationale Spionage, wird wohl mit skype auch nicht wirklich drin sein. Typen die ihre Ehegatten betrügen könnten sowas benutzen, aber in den meisten Fällen gibt es ja keine Tiefenüberwachung des Datentransfers durch den Partner.
 
@DerTürke: das weiss ich auch. Ich meinte ja auch eher allgemein, dass es Leute gibt die sowas ueberhaupt entdecken.. xD Ich wuesste nicht mal wo ich anfangen soll zu suchen...
 
@StefanB20: Anscheinend "zwischen den Zeilen" ^-^ Wuhahaha
 
@DerTürke: Für den Normalverbraucher vielleicht schon, für das Arschloch welches Firmengeheimnisse unauffällig am Administrator vorbei schleusen möchte, der sich dem Druck beugen und Skype freigeben musste vermutlich nicht.


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