Sinofsky-Rauswurf kostet Microsoft Aktien-Millarden

Windows 8, Steven Sinofsky, Sinofsky Bildquelle: Microsoft
Der Weggang von Windows-Chef Steven Sinofsky hat für Microsoft kurzfristige negative Folgen. Nachdem der Abschied des Chefs der Windows-Sparte bekannt wurde, sank der Aktienkurs des Softwarekonzerns, wodurch das Unternehmen Milliarden an Wert verlor. Sinofsky galt gemeinhin als potenzieller Nachfolger von Steve Ballmer für das Amt des Microsoft CEOs, doch daraus wird nun nichts. Vollkommen unerwartet gab Ballmer jüngst bekannt, dass Sinofsky "sich entschieden hat, Microsoft zu verlassen". Inzwischen wurde allerdings deutlich, dass der Abgang des Windows-Chefs eher einem Rauswurf gleich kommt.

Die Reaktion der Börse fiel recht deutlich aus. Der Aktienkurs von Microsoft fiel im Lauf des gestrigen 13. November 2012 um gut 3,2 Prozent. Im Vergleich zum vorangegangenen Tag ist der Aktienwert des Softwareriesen inzwischen sogar um 4 Prozent zurückgegangen.

Nach Angaben von 'The Next Web' sank der Marktwert von Microsoft durch den Rückgang des Aktienkurses aufgrund der Meldung von Sinofskys Abschied um fast sieben Milliarden Dollar. Das Unternehmen habe somit aufgrund der Personalie schon jetzt hohe Kosten in Kauf nehmen müssen.

Steven Sinofsky hatte vor einigen Jahren die Leitung der Windows-Sparte von Microsoft übernommen. Er und sein Team sind für den Erfolg von Windows 7 maßgeblich verantwortlich, mit dem sie das Scheitern des Vorgängers Windows Vista schnell vergessen machen konnten. Zwar ist Windows 8 nach Auffassung von Microsoft-Chef Ballmer ein "fantastisches Produkt", doch Sinofsky war vor allem wegen seiner agressiven Art in Ungnade gefallen.

Seine Nachfolgerin Julie Larson-Green ist seit 1993 bei Microsoft und erhält Unterstützung von Tami Reller, die seit einiger Zeit für die Vermarktung von Windows verantwortlich ist. Larson-Green war bereits unter Sinofsky für Windows mitverantwortlich und gilt als Ideengeberin für die neue Benutzeroberfläche. Ihre Verpflichtung als neue Leiterin der Windows-Sparte ist wohl auch der Grund, weshalb die Aktie von Microsoft nicht noch stärker gefallen ist. Windows 8, Steven Sinofsky, Sinofsky Windows 8, Steven Sinofsky, Sinofsky Microsoft
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