Analyst: PC-Hersteller laufen planlos ins Verderben
Die PC-Hersteller hoffen inständig, dass die aktuelle Flaute in ihrem Markt eine vorübergehende Erscheinung ist. Allerdings könnten sie dabei aber eine kräftige Enttäuschung erleben.
Eine aktuelle Marktanalyse von Barclays Capital kommt zu dem Fazit, dass der PC-Markt durchaus über Jahre hinweg schrumpfen könnte. Die bisherigen Prognosen über die Entwicklung des Sektors wurden klar nach unten korrigiert. Und dies hat verschiedene Ursachen, die sich gegenseitig noch verstärken.
Der Barclays Capital-Analyst Ben Reitzes kommt in seiner Betrachtung des Marktes bis zum Jahr 2016 zu dem Schluss, dass das große Interesse der Kunden an Tablets so schnell wohl nicht abebben wird. Dies wirkt sich direkt auf die Verkaufszahlen von Computern aus. Hinzu komme, dass Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 wohl kaum zu der erhofften Belebung beitragen wird. Und nicht zuletzt tragen natürlich auch die anhaltend schlechten gesamtwirtschaftlichen Bedingungen nicht gerade zur Förderung eines optimistischen Ausblicks bei.
"Wir sehen eine neue Generation von Verbrauchern und IT-Beschäftigten auf uns zu kommen, die ausprobieren, wie sie unter Rückgriff auf mobile Geräte und die Cloud anders arbeiten können als jene, die in den 1990er Jahren mit der Nutzung von PCs angefangen haben", erklärte Reitzes. Schon daher könne nicht davon ausgegangen werden, dass Verkaufszahlen im Bereich von 350 Millionen Geräten im Jahr weiterhin realistisch sind.
Hinzu kommt, dass die Anforderungen an die Hardware längst nicht mehr so schnell wachsen, wie noch vor einigen Jahren. Dadurch könne sich der Zyklus, in dem Unternehmen neue Geräte anschaffen, sich letztlich um ein bis zwei Jahre ausdehnen. Im Jahr 2015 würde dies letztlich dazu führen, dass 50 Millionen bis 100 Millionen Computer weniger verkauft werden können.
Für die Branche könnte das zu massiven Problemen führen, warnt der Analyst. Denn hier wähnt man sich offenbar noch immer in einer schnell vorübergehenden Flaute: "Nach Jahren der Verleugnung sieht es weiterhin so aus, als würden die meisten Beteiligten in der PC-Industrie noch immer nicht sehen wollen, was geschieht - Notfallpläne existieren nicht", führte Reitzes aus.
Er geht davon aus, dass in diesem Jahr weltweit 352,75 Millionen Computer abgesetzt werden können, was 3 Prozent weniger wären als bisher erwartet. Die Prognose für das kommende Jahr reduzierte Reitzes um 4 Prozent auf 338,34 Millionen Geräte. Die Tablet-Verkaufszahlen würden sich hingegen wohl besser entwickeln. Hier wurde die Prognose für das kommende Jahr von 146 Millionen auf 182 Millionen Geräte hochgesetzt. Für das Jahr 2014 geht man bei Barclays Capital sogar davon aus, dass statt 139 Millionen Stück schließlich 230 Millionen verkauft werden. Apple werde hier nach seiner Einschätzung weiterhin die dominierende Rolle spielen, während Google, Samsung und Amazon sich im Wesentlichen den Rest des Marktes mit zusammengenommen 30 bis 40 Prozent aufteilen.
Der Barclays Capital-Analyst Ben Reitzes kommt in seiner Betrachtung des Marktes bis zum Jahr 2016 zu dem Schluss, dass das große Interesse der Kunden an Tablets so schnell wohl nicht abebben wird. Dies wirkt sich direkt auf die Verkaufszahlen von Computern aus. Hinzu komme, dass Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 wohl kaum zu der erhofften Belebung beitragen wird. Und nicht zuletzt tragen natürlich auch die anhaltend schlechten gesamtwirtschaftlichen Bedingungen nicht gerade zur Förderung eines optimistischen Ausblicks bei.
"Wir sehen eine neue Generation von Verbrauchern und IT-Beschäftigten auf uns zu kommen, die ausprobieren, wie sie unter Rückgriff auf mobile Geräte und die Cloud anders arbeiten können als jene, die in den 1990er Jahren mit der Nutzung von PCs angefangen haben", erklärte Reitzes. Schon daher könne nicht davon ausgegangen werden, dass Verkaufszahlen im Bereich von 350 Millionen Geräten im Jahr weiterhin realistisch sind.
Hinzu kommt, dass die Anforderungen an die Hardware längst nicht mehr so schnell wachsen, wie noch vor einigen Jahren. Dadurch könne sich der Zyklus, in dem Unternehmen neue Geräte anschaffen, sich letztlich um ein bis zwei Jahre ausdehnen. Im Jahr 2015 würde dies letztlich dazu führen, dass 50 Millionen bis 100 Millionen Computer weniger verkauft werden können.
Für die Branche könnte das zu massiven Problemen führen, warnt der Analyst. Denn hier wähnt man sich offenbar noch immer in einer schnell vorübergehenden Flaute: "Nach Jahren der Verleugnung sieht es weiterhin so aus, als würden die meisten Beteiligten in der PC-Industrie noch immer nicht sehen wollen, was geschieht - Notfallpläne existieren nicht", führte Reitzes aus.
Er geht davon aus, dass in diesem Jahr weltweit 352,75 Millionen Computer abgesetzt werden können, was 3 Prozent weniger wären als bisher erwartet. Die Prognose für das kommende Jahr reduzierte Reitzes um 4 Prozent auf 338,34 Millionen Geräte. Die Tablet-Verkaufszahlen würden sich hingegen wohl besser entwickeln. Hier wurde die Prognose für das kommende Jahr von 146 Millionen auf 182 Millionen Geräte hochgesetzt. Für das Jahr 2014 geht man bei Barclays Capital sogar davon aus, dass statt 139 Millionen Stück schließlich 230 Millionen verkauft werden. Apple werde hier nach seiner Einschätzung weiterhin die dominierende Rolle spielen, während Google, Samsung und Amazon sich im Wesentlichen den Rest des Marktes mit zusammengenommen 30 bis 40 Prozent aufteilen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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