Mobile Malware: Deutschland fliegt noch unter Radar

Iphone, Smartphones, Htc, Motorola, Blackberry Bildquelle: Apple / Blackberry / HTC / Motorola
Die deutschen Smartphone-Nutzer haben derzeit noch das Glück, in relativ geringem Umfang im Visier von Kriminellen zu stehen. Diese verdienen in anderen Regionen allerdings bereits gut an ihre Machenschaften. Zu diesem Ergebnis kommt der Security-Dienstleister Lookout in einer aktuellen Untersuchung.
Nach einer Experimentierphase 2011 ist mobile Schadsoftware demnach in diesem Jahr zu einem profitablen Geschäft geworden. Wegen der weltweit vorhandenen Abrechnungsmöglichkeiten sind Premium-SMS dabei das am weitesten verbreitete Betrugs-Instrument. Diese auch Toll Fraud genannte Malware-Klasse ist im vergangenen Jahr zum dominierenden Malware-Typ geworden. 78,5 Prozent der von Lookout im letzten Jahr erfassten Schadsoftware gehörte dieser Gattung an.

Solche Malware gibt häufig vor, ein Installer für seriöse und beliebte Apps wie den Opera Browser oder WhatsApp zu sein. Wie lukrativ diese Art von Schadsoftware ist, wird allerdings am Beispiel von "FakeInst" deutlich. Dessen Hintermänner sollen allein mit dieser Schädlingsfamilie Schätzungen zufolge etwa zehn Millionen Dollar von Nutzern in Russland, Osteuropa und dem Nahen Osten gestohlen haben.

Zwar hat auch Lookout einen großen Anstieg schädlicher Apps festgestellt, jedoch sollte dem Unternehmen zufolge nicht einfach auf ein parallel gestiegenes Risiko geschlossen werden. Um zu bestimmen, wie groß die Gefahr auf Malware zu treffen wirklich ist, wertet das Unternehmen die Daten neuer Nutzer innerhalb der ersten sieben Tage aus und setzt sie ins Verhältnis zu allen Nutzern, die mindestens sieben Tage pro Monat aktiv sind. Infektionsraten mit Mobile MalwareInfektionsraten weltweit Auf Basis dieser Zahlen kommt Lookout zu deutlichen Unterschieden zwischen einzelnen Ländern. So treffen Nutzer in Russland, der Ukraine und China signifikant öfter auf Schadsoftware als die Nutzer in westlichen Industriestaaten. Dabei variiert die Wahrscheinlichkeit von gerade 0,04 Prozent für japanische bis zu 41,6 Prozent für russische Nutzer. Deutschland liegt in der Gruppe von 0,2-0,4 Prozent, womit die Malware-Gefahr für deutsche Nutzer überschaubar ist.

Neben der Region ist das Nutzungsverhalten der zweite risikobestimmende Faktor: Wer Apps außerhalb von vertrauenswürdigen Quellen wie Google Play herunterlädt, ist deutlich eher von Malware betroffen. In absoluten Zahlen geht Lookout davon aus, dass weltweit sechs Millionen Menschen innerhalb der letzten zwölf Monate mit Malware in Berührung gekommen sind. Dieser Wert basiert auf einer Hochrechnung aus den Daten aller Lookout-Nutzer der statistisch signifikanten Länder mit Marktzahlen zu den Android-Nutzern in diesen Ländern. Iphone, Smartphones, Htc, Motorola, Blackberry Iphone, Smartphones, Htc, Motorola, Blackberry Apple / Blackberry / HTC / Motorola
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