Illegale Partys: Polizei will, dass Facebook mitzahlt

Party, Menschen, Masse, Feier, Menge, Good Vibrations Bildquelle: Laurence Barnes / Flickr
Facebook-Aufrufe zu Partys - absichtliche wie unabsichtliche - werden für die Exekutive immer mehr zum Problem, da diese schnell in unkontrollierbare Massenveranstaltungen ausarten. Nun gibt es Forderungen, dass sich das soziale Netzwerk an den entstehenden Kosten für die Einsätze beteiligt.
So genannte Facebook-Partys, zu denen tausende Menschen erscheinen und die von der Polizei unter Kontrolle gebracht werden müssen, landen immer wieder in den Schlagzeilen. Für die Exekutive sind solche Einsätze vor allem eines: teuer. Nun fordern Politiker und Polizeigewerkschaftler, dass man Facebook in solchen Fällen zur Kasse bittet, schließlich stellt das soziale Netzwerk die Plattform für das Organisieren solcher Veranstaltungen zur Verfügung.

So sagte etwa Rainer Wendt von der Deutschen Polizeigewerkschaft gegenüber der 'Bild': "Wer zu Facebook-Partys aufruft und damit einen Polizei-Einsatz auslöst, muss für die Einsatzkosten zahlen. Aber die Politik muss auch die gesetzliche Grundlage dafür schaffen, dass Facebook sich an den Kosten beteiligen muss." Es könne nicht sein, so Wendt, dass jene Firma, die die Plattform zu Verfügung stelle, so tue, als ob "sie das alles nichts anginge."

Rückendeckung bekommt der Polizeigewerkschaftler aus der Politik: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte, dass das soziale Netzwerk "seinen Schutzpflichten gegenüber seinen Nutzern nicht gerecht" werde, "wenn zwischen einer Einladung an den Freundeskreis oder die ganze Welt nur ein Mausklick entscheidet." Hermann fordert deshalb von Facebook Warnhinweise oder sonstige "Schutzvorrichtungen".

Auch Reinhold Gall (SPD), Hermanns Amtskollege aus Baden-Württemberg, meinte gegenüber der Südwest Presse, dass Facebook als kommerzielle Plattform auch ein "großes Maß an Verantwortung" habe. Erste Gespräche liefen bereits, allerdings macht er sich keine große Hoffnungen, dass "Facebook und Co." Einsicht zeigen werden.

Gall hofft deshalb, dass die "knallharte" Bestrafung der Veranstalter solcher Partys eine abschreckende Wirkung haben werde. Den "Wink mit der fetten Rechnung" würden auch jene verstehen, die glaubten, dass das alles ein bloß "ein großer Spaß" sei. Party, Menschen, Masse, Feier, Menge, Good Vibrations Party, Menschen, Masse, Feier, Menge, Good Vibrations Laurence Barnes / Flickr
Mehr zum Thema: Facebook
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren60
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 19:45 Uhr Philips HTB3550G 5.1 Home Entertainment-System (3D Blu-ray Bluetooth NFC)
Philips HTB3550G 5.1 Home Entertainment-System (3D Blu-ray Bluetooth NFC)
Original Amazon-Preis
269,00
Im Preisvergleich ab
269,00
Blitzangebot-Preis
209,30
Ersparnis zu Amazon 22% oder 59,70

Facebooks Aktienkurs in Euro

Facebooks Aktienkurs - 6 Monate
Zeitraum: 6 Monate

Der Facebook-Film im Preis-Check

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden